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Der Trainer der österreichischen Nationalmannschaft lässt sich für seinen Auftritt auf der Pressekonferenz nach der Quali für die EM 2016 etwas Besonderes einfallen.

Teamchef Marcel Koller hat die historische Qualifikation der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft für die EM 2016 in Frankreich auf seine ganz eigene, humorige Art gewürdigt. Der Schweizer (54) erschien am Mittwoch einen Tag nach dem 4:1 (2:0)-Triumph in Schweden mit Baskenmütze und Baguette zur Pressekonferenz in Wien.

"Schmeckt sehr gut, ich kann das nur empfehlen", sagte er nach einem herzhaften Biss in die Brotstange. Die Alpenrepublik hat sich als Sieger der Gruppe G erstmals sportlich für eine EM qualifiziert.

"A bissl schon", sagte Koller auf die Frage, ob er das Geschehene schon verarbeitet habe, "das sieht man auch." Der frühere Coach des 1. FC Köln und vom VfL Bochum nannte den Erfolg von David Alaba und Co. "eine unglaubliche Leistung".

Die Mannschaft bereite Österreich "sehr viel Freude. Es macht unglaublich viel Spaß mit diesem Team, das ganze Umfeld hat sich in diesen knapp vier Jahren unglaublich entwickelt", ergänzte Koller, der das ÖFB-Team seit November 2011 betreut.

Die aufgekommene Euphorie (im ORF sahen 1,6 Millionen Fans den Sieg) sieht Koller indes nicht gerne. Einen Fragesteller, der von einem möglichen Sieg über Weltmeister Deutschland fabulierte, beschied er sichtlich genervt: "Prost!"

Darauf hob er sein Wasserglas, und ergänzte: "Die Euphorie ist schon wieder übergeschnappt. Lasst uns jetzt erst einmal nach Frankreich fahren, alles andere ist a bissl zu euphorisch." Man dürfe jetzt nicht wieder "auf Wolke sieben schweben und Hochrechnungen anstellen, die nicht eintreffen." Dennoch betonte auch Koller: "Wir wollen uns nach oben keine Grenzen setzen."

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