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Weltmeister Christoph Kramer von Bayer Leverkusen ist sich nicht sicher, ob er für die EM in Frankreich nominiert wird. Er sei ja schließlich kein Nordire.

Weltmeister Christoph Kramer ist sich seiner Teilnahme an der EM im Sommer in Frankreich (10. Juni bis 10. Juli) keineswegs sicher.

"Es ist mein Wunsch, dabei zu sein. Klar ist das für mich aber nicht. Ich denke, da sind andere sicherer dabei. Schauen wir mal", sagte der 25-Jährige von Bayer Leverkusen im Interview mit der Westdeutschen Zeitung.

"Wir reden über eine EM-Endrunde mit dem Weltmeister Deutschland", sagte Kramer: "Wissen Sie: Ich bin kein Nordire. Dann würde ich sagen: Ich bin dabei. Aber als deutscher Spieler ist das nicht so einfach. Ich weiß mich schon selbst einzuschätzen. Und für mich ist es nicht selbstverständlich, dass ich zu einem großen Turnier mitfahre. Und ich finde es auch gut, dass es für mich nicht selbstverständlich ist."

Grundsätzlich nehme er "alles, wie es kommt. Nach der WM 2014 war ich immer dabei, der Trainer weiß glaube ich auch, was er an mir hat. Ich weiß um meine Rolle, aber ich habe eben auch nicht wenig Konkurrenz auf meiner Position. Ich sehe das realistisch, bin sehr stolz und freue mich immer, wenn ich dabei bin – und wenn ich auch mal eine Minute spielen darf."

Kramer konkurriert als "Sechser" im zentralen Mittelfeld unter anderem mit Kapitän Bastian Schweinsteiger, Toni Kroos, Sami Khedira und Ilkay Gündogan um voraussichtlich vier bis fünf Kaderplätze bei der EM. Seine bisherige Saisonleistung stufte der frühere Mönchengladbacher als "befriedigend, aber nicht gut" ein: "In der Hinrunde habe ich meinen eigenen Anspruch nicht erfüllt. Jetzt hat es sich gebessert, aber zufrieden bin ich sicher noch nicht mit mir."

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