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Marco Reus (hier mit seinem Neffen) ist trotz fehlender Titel glücklich
Marco Reus (hier mit seinem Neffen) ist trotz fehlender Titel glücklich © Getty Images

Die fehlenden Titel nagen nicht Marco Reus von Borussia Dortmund. Der Offensivspieler erklärt zudem, dass er bei der EM in Frankreich einen Stamplatz will.

Nationalspieler Marco Reus hat sich für die anstehende EM-Endrunde in Frankreich (10. Juni bis 10. Juli) einen Stammplatz zum Ziel gesetzt.

"Mein Anspruch ist zu spielen. Ich will unter die ersten Elf, will der Mannschaft in jeder Partie helfen und zeigen, dass ich diesen Platz verdiene", sagte der 26 Jahre alte Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund während des Trainingslagers von Weltmeister Deutschland in Ascona im Gespräch mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Reus hofft, dass die DFB-Auswahl bereits im ersten Turnierspiel gegen die Ukraine am 12. Juni in Lille ihre Favoritenrolle unterstreicht: "Es ist wichtig, gut in das Turnier zu starten, um keine Zweifel an uns aufkommen zu lassen."

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Reus will Führungsrolle

Der BVB-Star, der verletzungsbedingt das WM-Turnier in Brasilien verpasst hatte, ist entsprechend ehrgeizig: "Die Jungs, die schon Weltmeister sind, werden nicht nachlassen. Die wollen automatisch den nächsten Titel holen. Und für die Spieler, die nicht dabei waren, ist es ein Ansporn, den ersten Titel mit der Nationalmannschaft zu holen. Das ist mein Fokus."

Reus beansprucht bei seinem zweiten Turnier eine Führungsrolle: "Wir haben erfahrene Spieler, die schon Weltmeister geworden sind. Aber ich brauche und will mich nicht verstecken. Ich habe auch viel Erfahrung und viele große Spiele bestritten. Wir haben viele junge Spieler im Kader, die zum ersten Mal bei einem Turnier dabei sind. Die können von unserer, auch von meiner Erfahrung profitieren."

Glück nicht von Titeln abhängig

Dass der 29-malige Nationalspieler bislang weder mit seinem Klub noch mit der Nationalelf einen großen Titel gewonnen hat, ist für ihn kein Makel. "Natürlich ist es ein Traum jeden Fußballers, Titel zu gewinnen. Ich würde lügen, wenn das bei mir nicht auch so wäre. Aber ich kann das, was hinter mir liegt, nicht mehr ändern. Jetzt heißt es, nach vorne zu blicken."

Dass er den Klub wechselt, nur um die Wahrscheinlichkeit auf einen Titel zu erhöhen, stehe nicht zur Debatte: "Ich mache mein persönliches Glück doch nicht nur abhängig von Titeln. So sehr ich diese als Fußballer natürlich gewinnen will. Aber im normalen Leben - darauf beziehe ich mich - bin ich auch ohne Titel glücklich."

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