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Benedikt Höwedes stand bei der WM 2014 jede Turnierminute auf dem Platz
Benedikt Höwedes stand bei der WM 2014 jede Turnierminute auf dem Platz © Getty Images

Ascona - Benedikt Höwedes will sich beim Heimspiel gegen Ungarn für einen Stammplatz empfehlen. Im SPORT1-Interview spricht Schalkes Kapitän über seine Rolle.

Am Samstag steht für die deutsche Nationalmannschaft in der Veltins-Arena auf Schalke der letzte Test vor der EM in Frankreich an.

Bei der Generalprobe gegen Ungarn (ab 18 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) soll die Turnierform unter Beweis gestellt werden. "Die Testphase ist vorbei", meinte Co-Trainer Thomas Schneider.

Ein Spieler will sich bei seinem Heimspiel besonders für die vakanten Plätze in der Verteidigung empfehlen: Benedikt Höwedes. Der 28-Jährige ist wie schon bei der WM 2014, als er jede Minute des Turniers als Linksverteidiger absolvierte, ein aussichtsreicher Kandidat für einen Stammplatz.

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Wahrscheinlich scheint ein Einsatz auf der rechten Seite oder, bis zur Rückkehr von Mats Hummels, als Partner von Jerome Boateng in der Innenverteidigung.

Im SPORT1-Interview spricht Höwedes über die neue Spitze beim FC Schalke 04, seine Ambitionen bei der EM und die verschiedenen Optionen in der Verteidigung.

SPORT1: Bei Schalke 04 übernehmen Markus Weinzierl als Trainer und Christian Heidel als Sportvorstand. Wie stehen Sie dazu?

Benedikt Höwedes: Ich glaube, dass der Verein gute Entscheidungen getroffen hat. Aber ich kenne beide noch nicht persönlich. Ich kann das nur aus der Ferne bewerten. Der Eindruck ist bislang sehr, sehr gut. Die Hoffnungen sind immer gleich: Wir wollen uns erfolgreich wieder als Verein in der Region festsetzen, wo wir hingehören.

SPORT1: Sie hatten ein verletzungsgeplagtes Jahr. Wie fühlen Sie sich nach den vergangenen Wochen?

Höwedes: Ich fühle mich gut. Ich hatte tatsächlich zu viele Verletzungen in der letzten Saison, aber das ist jetzt Vergangenheit. Ich bin gut im Training, gut im Saft. Ich hatte hier auch noch ein paar individuelle Einheiten neben dem Mannschaftstraining, um mich in Form zu bringen. Ich glaube, mich gut vorbereitet zu fühlen.

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SPORT1: Mats Hummels hakt den Auftakt der EM ab. Wie sehen Sie ihre Rolle und Ihre Chancen auf einen Stammplatz?

Höwedes: Bis zum ersten Spiel ist noch genug Zeit, um gewisse Dinge sich entfalten lassen zu können. Ich mache mir das gar keinen Stress. Ich versuche, meine Qualitäten ins Spiel zu bringen, wenn der Bundestrainer das braucht, für dieses Turnier, für die ersten Spiele und auch für danach. Dann wird er mich aufstellen. Wenn er einen anderen Plan verfolgt, ist es auch okay. Wir sind hier ein großes Ganzes, das wird letzten Endes auch entscheidend sein. Und nicht, wer welche einzelne Position bekleidet. Die Frage ist: Sind wir ein Team oder sind wir kein Team? Sind wir gefestigt oder sind wir es nicht? Das ist viel wichtiger.

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SPORT1: Sie haben in der Verteidigung schon mehrere Rollen übernommen. Wie stellen Sie sich darauf ein, verschieden Positionen zu spielen?

Höwedes: Der größte Fehler, den man machen kann, ist, sich Gedanken zu machen: Kann ich es oder kann ich es nicht? Wenn man sich anfreundet mit der Position, dann ist es das Beste. Wenn man direkt mit einer negativen Haltung an so eine Situation herangeht, dann hat man schon verloren.

SPORT1: Sie studieren im Training eine Viererkette und eine Dreierkette ein. Wie klappt das?

Höwedes: Wir müssen variabel bleiben, dürfen nicht ausrechenbar sein. Gegner werden sich auf uns einstellen und sich auch hinten reinstellen. Sie sind dann nur auf Konter bedacht und wollen bei Standardsituationen gefährlich sein. Darauf müssen wir Antworten finden. Deshalb trainieren wir auch beide Seiten.

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