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Nach dem souveränen Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen die Slowakei sind Team und Trainer zufrieden. Mario Gomez lobt die Flexibilität. Stimmen.

Die deutsche Nationalmannschaft hat mit einer souveränen Vorstellung gegen die Slowakei ihre Titelambitionen untermauert. Deutschland setzte sich im EM-Achtelfinale mit 3:0 durch und trifft nun im Viertelfinale auf Spanien oder Italien.

Julian Draxler war mit einem Tor und einem Assist der überragende Mann auf dem Platz und wurde zum Spieler des Spiels gewählt. Draxler sprach von einem "schönen Tag für mich und die Mannschaft", Mario Gomez lobte die Flexibilität.

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Der Slowake Marek Hamsik zeigte sich trotz der Niederlage stolz.

SPORT1 zeigt die Stimmen zur Partie im Überblick.

Jerome Boateng (im ZDF): "Ich bin froh, dass er reingegangen ist. Ich habe gesagt, ich hebe mir das erste Tor für das Turnier auf. Ich freue mich aber besonders für die Mannschaft, die sehr gut gespielt hat.

zu seiner Verletzung und seiner Auswechslung in der Schlussphase: Die Ärzte und Physios haben alle Vollgas gegeben, sonst hätte ich heute nicht spielen können. Die Wade ist am Ende etwas fest geworden, es war eine Vorsichtsmaßnahme."

Joachim Löw (im ZDF): "Wir hatten immer die Kontrolle über das Spiel und haben den Ball gut laufen lassen. Es war ein ungefährdeter Sieg. Normalerweise ist Jerome Boateng immer nur zur Absicherung eingeteilt, aber den Ball nimmt er natürlich überragend. Es war ein super Auftakt.

zur Stammelf und zum nächsten Gegner: Diese 'eine' Mannschaft gibt es nicht. Ich weiß nicht, wer im nächsten Spiel spielt. In den nächsten Spielen müssen wir gucken - dann kommt mit Italien oder Spanien ein anderes Kaliber. Die Spanier sind der leichte Favorit, aber Italien ist zu allem fähig und kann den Spaniern heftige Gegenwehr leisten. Für mich ist der Ausgang offen."

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Julian Draxler (im ZDF): "Ein sehr schöner Tag für mich und die Mannschaft. Wir haben verdient mit 3:0 gewonnen und ein super Spiel gezeigt. Ich habe im Training Vollgas gegeben, dass ich da bin. Ich bin dankbar, dass ich eine Chance bekommen habe und glaube auch, dass ich das Vertrauen zurückgezahlt habe. Ich hoffe, dass ich im nächsten Spiel wieder ran darf. Italien und Spanien sind Riesen-Fußballnationen - wir sind gespannt, wer der Gegner wird."

Draxler (auf der PK): "Wir haben eine sehr gut veranlagte Mannschaft, deswegen ist es auch kein Problem, wenn man das eine oder andere Spiel nicht spielt. Ich habe einfach versucht, im Training weiter zu zeigen, dass ich bereit bin, dass ich den Kopf nicht hängen lasse, und dass der Bundestrainer auf mich zählen kann. Das versuche ich in jedem Training. Wenn es so endet wie heute, bin ich natürlich sehr glücklich. Der Bundestrainer hat von mir Eins-gegen-Eins-Situationen gefordert in seiner Ansprache. Er hat mir sehr viel Selbstvertrauen zugesprochen. Er weiß, dass ich gut bin."

Mario Gomez (im ZDF): "Es ist nie leicht. Die Flexibilität, die wir in den letzten zwei Spielen hatten, ist genial. Das ist ein schöner Moment, ich will gar nicht zurückdenken. Ich freue mich, dass mir die Mannschaft vertraut. Nach hinten verteidigen wir sehr, sehr gut. Es macht Riesenspaß. Unser Ziel ist der Titel, deshalb müssen wir diese Nationen schlagen."

über Draxler: "Wir wissen, was dieser Junge drauf hat. Er hat zwei brillante Zauberfüße. Ich freue mich sehr, dass er das in Zählbares ummünzen konnte. Er ist ein klasse Fußballer und ein guter Typ, er gibt immer alles."

Mario Götze: "Wir haben 3:0 gewonnen. Das ist das, was überwiegt. Persönlich will man immer helfen. Ich habe die anderen Spiele gespielt. Ich habe meine Leistung gebracht, so wie jeder andere auf dem Platz heute auch. Im Endeffekt hat der Trainer die Qual der Wahl. Ich hätte im letzten Spiel auch meine Tore machen können, hatte die eine oder andere Torchance. Aufstellung oder nicht - das ist eigentlich keine Thematik für mich, sondern für den Trainer. Vielleicht kitzelt das noch die letzten Prozente aus mir raus. Das kann so oder so ausgehen. Ich kann nicht in die Zukunft schauen. Aber ich werde Gas geben und dann entscheidet der Trainer."

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Lukas Podolski zu SPORT1: "Die Unterstützung der Fans war immer so, das habe ich immer gespürt. Das Gefühl, wenn man in der 70. Minute reinkommt – ich stand da, hatte Gänsehaut. Wenn das Stadion sich erhebt und deinen Namen singt und bei jedem Ballkontakt Podolski oder Poldi ruft, dann ist das schon was ganz Besonders für mich."

"Die Erfahrung von Bastian (Schweinsteiger) und mir ist wichtig. Jetzt kommt die Phase, wo man müde wird, das Essen, die Leute und das Hotel nicht mehr sehen kann. Jetzt ist es wichtig, den Schalter nochmal umzulegen: Wir haben eine realistische Chance, Europameister zu werden.

zur SPORT1-Nachfrage, ob Spanien oder Italien im Viertelfinale kommen soll: "Scheißegal."

Manuel Neuer (im ZDF): "Es war wichtig, mit einem 2:0 in die Pause zu gehen. Ich bin froh, dass wir das so zustande gebracht haben. Gegen die Mannschaften, gegen die wir gespielt haben, durften wir uns keine Fehler erlauben."

Oliver Bierhoff (DFB-Teammanager im ZDF): "Wir haben heute keine Schwächen gezeigt, die Räume genutzt und Tore gemacht. Es hat bisher mit den Einwechslungen hingehauen, das ist sehr wichtig in einem solchen Turnier. Die gute Abwehrarbeit ist natürlich sehr wichtig, wir sind von Spiel zu Spiel gewachsen und effizienter geworden. Spanien oder Italien, das wird ein anderer Test."

Reinhard Grindel (DFB-Präsident im ZDF): "Die Entscheidung für Julian Draxler war richtig. Favorit waren wir ja fast schon vor dem Turnier, jetzt geht es richtig los. Im Viertelfinale spielen wir gegen eine Mannschaft, die ist auch Mitfavorit. Wir haben eine tolle Innenverteidigung. Es gibt heute nichts zu beklagen."

Marek Hamsik (Slowakei): "Es ist schade, wenn man so eindeutig verliert. Aber wenn ich auf diese EM und die Qualifikation zurückblicke, können wir stolz sein auf das, was wir erreicht haben. Deutschland hatte sehr viel Ballbesitz. Wir haben auf Konter gesetzt, aber mehr als eine Chance in der ersten Halbzeit sprang nicht heraus."

Matus Kozacik (Torwart Slowakei): "Es war eine tolle Leistung von ihnen. Die Deutschen dominierten von Beginn an, wir konnten sie nicht ärgern. Vielleicht haben sie sich nach unserem Sieg im Test gezielt vorbereitet."

Jan Kozak (Trainer Slowakei): "Die Deutschen sind eine Turniermannschaft. Sie wissen, wann sie aufdrehen müssen. Wir müssen den Deutschen ein Kompliment aussprechen. Sie haben exzellent gespielt, ein frühes Tor erzielt. Wir haben uns gewehrt, ihnen aber keine Probleme bereiten können. Hätten wir den Ausgleich erzielt, wäre das ein anderes Spiel geworden. Aber die Deutschen waren in voller Fahrt. Es war dennoch ein hervorragendes Turnier für uns, wir hatten vier Spiele."

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