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Pressestimmen zu Didier Deschamps
Didier Deschamps muss nach Frankreichs Zittersieg gegen Albanien auch Kritik einstecken © SPORT1-Grafik/Getty Images

München - Nach dem Achtelfinaleinzug herrscht in Frankreich Erleichterung, der Zittersieg gegen Albanien stimmt aber nachdenklich. Trainer Deschamps erntet Kritik. Pressestimmen.

Durch das 2:0 gegen Albanien steht EM-Gastgeber Frankreich vorzeitig im Achtelfinale. Wie schon zum Auftakt gegen Rumänien tun sich "die Könige der Spannung" aber bis in die Schlussminuten schwer.

Und so mischt sich unter die Erleichterung in den französischen Medien auch Sorge um die Titelreife des Teams - und Kritik an Trainer Didier Deschamps.

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SPORT1 hat französische Pressestimmen gesammelt:

L'Equipe: "Die Könige der Spannung. Das Beste kommt zum Schluss. Das erste Ziel ist erreicht: Frankreich steht im Achtelfinale seiner EM. Aber was war das schwierig - schon wieder! Martial und Coman sollten ihre Schnelligkeit und Durchschlagskraft auf den Flügeln einbringen. Aber weder der eine noch der andere sind genug auf die Seiten ausgewichen, um den Unterschied zu machen."

L'Equipe feiert "die Könige der Spannung" © SPORT1

Le Figaro: "Les Bleus setzen sich im Endspurt durch und stürmen ins Achtelfinale. Wenn das so weitergeht, wird Deschamps am Ende in Alfred Hitchcock umbenannt. Der Meister der Spannung, der Vorreiter der kalten Schauer. Nach zwei Spielen ist die Lage ideal - aber die Art und Weise nährt die Zweifel, ob die Mannschaft am 10. Juli die Trophäe stemmen kann."

Le Parisien: "Les Bleus, Champions des Endspurts. Wie schon gegen Rumänien warten Les Bleus bis in die letzten Sekunden, um den Sieg einzutüten. Es scheint, als wäre diese Mannschaft für die Spannung geschaffen. Dass sie es liebt, mit ihren eigenen Nerven, denen ihres Trainers und unseren zu spielen. Sie steht im Achtelfinale, aber es war nicht alles rosa."

Le Parisien lobt die Auftritte der nur eingewechselten Stars Griezmann und Pogba © SPORT1

Le Monde: "Griezmann und Payet erlösen Les Bleus als die Nacht anbricht. Was war das zäh! Nach dem einschläferndsten Spiel seit Beginn des Turniers setzt sich Frankreich kurz vor Schluss durch und zieht ins Achtelfinale ein."

20 Minutes: "Wie konnten Les Bleus eine Stunde lang so schlecht sein? Die beiden Tore am Ende des Spiels dürfen die Probleme der französischen Mannschaft nicht vergessen machen. Es konnte keinem entgangen sein, dass Les Bleus vor den späten Toren leiden mussten. Eine gute Stunde lang war das trist, fad, ohne Ideen und ohne Passspiel nach vorne, das diesen Namen verdiente."

Liberation: "Mit Ach und Krach. Zum zweiten Mal wirkten Les Bleus über 89 Minuten verloren. Griezmann und dann Payet retteten am Ende das Notwendigste. Aber nicht den äußeren Eindruck."

Liberation schreibt von einem Sieg "mit Ach und Krach" © SPORT1

La Provence: "Siegreich unter Schmerzen. Diese Mannschaft liebt es, sich selbst Angst einzujagen. Am Ende stehen ein Sieg und das Weiterkommen. Eine gute Sache - aber ihr Niveau wird sich steigern müssen, wenn die Mannschaft den Traum vom Finalsieg wahr werden lassen will."

Metro: "Deschamps' Taktik-Coup geht in die Hose. Er hatte ein 4-2-3-1 aus dem Ärmel gezogen, um seine Mannschaft gegen Albanien neu auszurichten. Ein Fehlgriff. Der erste Platz in der Gruppe wird am Sonntag gegen die Schweiz ausgespielt. Im 4-3-3."

Les Echos: "Griezmann und Payet schicken Frankreich ins Achtelfinale. Les Bleus sind Könige der Spannung: Sie lieben es, ihren Fans kalte Schauer über den Rücken laufen zu lassen. Gegen Albanien erleben sie erneut ein Martyrium."

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