vergrößernverkleinern
Vor dem Pariser Prinzenpark wurden Schwarzmarkt-Karten gehandelt
Vor dem Pariser Prinzenpark wurden Schwarzmarkt-Karten gehandelt © Getty Images

Paris - Ungeachtet der Ausschreitungen in Marseille werden vor dem Spiel zwischen Kroatien und der Türkei Tickets gehandelt. Aus Sicherheitsgründen ist das bedenklich.

Der Ticketverkauf bei Fußball-Großveranstaltungen ist schon seit vielen Jahren streng reglementiert. Auch für die Europameisterschaft in Frankreich wurden personalisierte Tickets ausgestellt.

Auf diese Weise sollen unter anderem auch bekannte Problemfans am Eintritt ins Stadion gehindert werden.

Ungehinderter Schwarzmarkt-Handel

Angesichts der Szenen nach dem Spiel in Marseille zwischen Russland und und England stellt sich aber immer wieder die Frage, wie Hooligans auf die Ränge gelangen können.

Ein Weg ist der Schwarzmarkt-Handel mit Tickets, der ganz offensichtlich auch bei der EM ungehindert laufen kann. An der Metro-Station "Port Saint-Cloud" vor dem Prinzenpark-Stadion in Paris konnten Händler unter den Augen der Polizei auf die Suche nach Tickets gehen, um diese dann weiterzuverkaufen.

In einem konkreten Fall konnte SPORT1 beobachten, wie ein Deal über die Bühne ging, als ein Ticket für 70 Euro weiterverkauft wurde.

Fans feiern gemeinsam

Es ist nicht gesagt, dass solche Tickets auf jeden Fall an potenzielle Gewalttäter gehen. Vor dem Spiel kam es rund um das Stadion nur zu friedlichen Szenen, türkische und kroatische Fans feierten alleine und zusammen lautstark und fröhlich.

Im Blick auf weitere Hochrisiko-Spiele bei dieser EM bleibt der Schwarzhandel mit Tickets aber ein Problem.

Video
teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel