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Fatih Terim hält wenig von den Aufstellungstipps der Kritiker
Fatih Terim hält wenig von den Aufstellungstipps der Kritiker © Getty Images

Fatih Terim wehrt sich mit emotionalen Aussagen gegen seine Kritiker. Der Trainer der Türkei erklärt, dass er nach der EM zurückschlagen werde.

Der türkische Nationaltrainer Fatih Terim ist sich den Folgen eines möglichen Vorrunden-Aus bewusst. 

"Ich bin bereit, die volle Verantwortung zu übernehmen", kündigte Terim vor dem letzten Vorrundenspiel am Dienstag (ab 21 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) gegen Tschechien in Lens an.

Terim begründete seine Äußerungen auch mit Angriffen im Internet auf seine Familie. "Meine Familie ist das Wichtigste überhaupt. Niemand wird sie verletzen. Das werde ich nicht zulassen", sagte Terim. Er wurde zum Teil heftig kritisiert. Auch seine schwangere Tochter war in sozialen Netzwerken verspottet worden. Terim: "Ich bin frustriert und tief enttäuscht. Ich bin auch nur ein Mensch."

Kritiker "werden ihren Teil abbekommen"

An seine Kritiker richtet der 62-Jährige emotionale Worte. "Manchmal muss ich lachen. All diese Gerüchte, all diese Kritik an Aufstellungen und Positionen, das ist lächerlich", sagte er am Montag: "Jetzt ist nicht die richtige Zeit, darüber zu sprechen, aber sie wird kommen. Und dann werden sie ihren Teil abbekommen."

Die Türkei hat ihre ersten beiden Spiele in Gruppe D gegen Kroatien (0:1) und Spanien (0:3) verloren und musste jeweils heftige Kritik der nationalen Presse über sich ergehen lassen. Auch Trainer Terim, der das Team in einer früheren Amtszeit schon ins EM-Halbfinale 2008 geführt hatte, wurde zur Zielscheibe.

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"Ich bin seit 45 Jahren in diesem Geschäft. Ich weiß, dass einige mich nicht mögen, aber alle großen Erfolge im türkischen Fußball habe ich erreicht", sagte Terim. Er werde seine Antworten zu einem späteren Zeitpunkt geben, "aber ich bin wütend, frustriert, ich bin kein Mann aus Eisen. Ich habe Gefühle."

Selbst ein Sieg gegen Tschechien könnte für die Türkei zu wenig sein, um doch noch das Achtelfinale zu erreichen. Die Botschaft an seine Spieler laute dennoch: "Es ist erst vorbei, wenn wir sagen, dass es vorbei ist. Wenn wir aus dieser Krise herausfinden, dann können wir weit kommen."

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