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Graziano Pelle feiert sein Tor zum 2:0
Graziano Pelle feiert sein Tor zum 2:0 © Getty Images

Saint-Denis - Italien geht mit Respekt ins Viertelfinalduell mit Deutschland. Nach dem Sieg gegen Spanien ist aber auch das Selbstbewusstsein groß beim deutschen Angstgegner.

Den (Noch-)Europameister aus dem Weg geräumt, jetzt wartet der Weltmeister:

Italien hat nach dem überzeugenden Sieg gegen Spanien jetzt Deutschland vor der Brust. Der Respekt vor dem DFB-Team ist groß bei der Squadra Azzurra. "Deutschland gegen Italien - man erschaudert davor", sagte Trainer-Fuchs Antonio Conte: "Es wird äußerst schwierig werden, wahrscheinlich noch härter als gegen Spanien."

"Deutschland ist eine großartige Mannschaft, die als Favorit ins Spiel geht. Wir werden mehr als heute Abend leisten müssen, ansonsten werden wir es gegen Deutschland nicht schaffen", erklärte Torschütze Giorgio Chiellini

Ein Kompliment, das gleichzeitig eine Drohung enthält. Denn die Italiener führten Spanien nach allen Regeln der Kunst vor, waren den Iberern sowohl taktisch als auch spielerisch überlegen.

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Buffon: Deutschland auf Papier besser

Kein Wunder, dass neben dem Respekt vor den deutschen Weltmeistern auch das Selbstbewusstsein groß ist.

"Deutschland ist auf dem Papier stärker als wir. Aber das müssen sie auf dem Platz auch zeigen. Das ist das Einzige, was zählt", sagte Torwart-Legende Gigi Buffon.

"Jetzt laden wir unsere Batterien auf und dann sind wir bereit", erklärte Leonardo Bonucci, gegen die Spanier zum "Man of the Match" gewählt.

Italien ist der deutsche Angstgegner

Die Statistik spricht klar für Italien. Von den bislang acht Spielen bei Welt- oder Europameisterschaften verloren die Italiener keines. Alle vier K.o.-Duelle entschieden sie für sich, zuletzt im EM-Halbfinale vor vier Jahren.

Das letzte Spiel im März kam aber einer Demütigung der Squadra Azzurra gleich. 1:4 hieß es in München. "Wir hatten danach den Glauben an uns verloren, das war schwer. Jetzt, nach so einem Sieg gegen Spanien, bekommen wir dieses Vertrauen langsam wieder", erklärte Conte.

Der künftige Trainer des FC Chelsea hat seine Mannschaft zu einem verschworenen Haufen geformt. Und der hat jetzt Blut geleckt. "Ich bin glücklich, aber wir konzentrieren uns schon auf das nächste Spiel. Richtig glücklich werde ich sein, wenn wir am Ende des Turniers hoffentlich etwas erreicht haben", sagte Torschütze Graziano Pellè.

Bonucci fordert Stolz und Hingabe

Dafür gilt es nun, Deutschland aus dem Weg zu räumen. "Ab morgen früh denken wir nur noch an Deutschland und werden uns sehr detailliert darauf vorbereiten", versprach Conte.

Bonucci gab die Marschrichtung schon vor. "Stolz und Hingabe", brauche es: "Es wird ein ganz großes Spiel gegen den Weltmeister. Sie haben großartige Spieler und einen tollen Zusammenhalt."

Den haben die Italiener aber auch.

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