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Vitali Klitschko (M.) ist Bürgermeister von Kiew
Vitali Klitschko (M.) ist Bürgermeister von Kiew © Getty Images

Ex-Boxer Vitali Klitschko fordert nach den Krawallen von Marseille ein hartes Durchgreifen gegen die russischen Fans. Er ist weiterhin für einen Boykott der WM 2018.

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko hat angesichts der offenbar von russischen Hooligans angezettelten schweren Ausschreitungen bei der Fußball-EM in Frankreich harte Konsequenzen für die Übeltäter gefordert.

"Ein Fan ist weiterhin in Lebensgefahr, das ist grausam. Die russischen Fans waren sehr aggressiv und haben den Konflikt angefangen", sagte der ukrainische Ex-Box-Champion der Sport Bild.

Dass die UEFA nun gegen Russland ermittelt, findet bei Klitschko Zuspruch. Auf die Frage, ob er einen Ausschluss der russischen Mannschaft bei der EURO gutheißen würde, sagte der frühere Weltmeister: "Man muss das sehr ernst nehmen. Man muss die Leute hart bestrafen und sehr scharfe Entscheidungen treffen."

Nach den Krawallen vor dem EM-Spiel zwischen Russland und England (1:1) in Marseille hatte es am Samstag mindestens 35 Verletzte gegeben.

Der bei den blutigen Ausschreitungen schwerverletzte Engländer befindet sich weiterhin in einem kritischen, aber inzwischen stabilen Zustand.

Klitschko hatte bereits im August 2014 zum Boykott der WM 2018 in Russland aufgerufen. "Meine Meinung habe ich nicht geändert", sagte der 44-Jährige.

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