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Borussia Dortmund verliert mit Ilkay Gündogan den zweiten Schlüsselspieler. Der Mittelfeldakteur freut bereits auf seinen neuen Trainer Pep Guardiola bei ManCity.

Der deutsche Nationalspieler Ilkay Gündogan wechselt von Borussia Dortmund in die Premier League zu Manchester City und begibt sich damit in die Hände von Teammanager Pep Guardiola.

ManCity teilte mit, der etwa 30 Millionen Euro teure Zugang erhalte einen Vierjahresvertrag.

"Jeder Fußballspieler will unter Pep trainieren"

"Ich freue mich unglaublich auf Pep. Er ist einer der besten Trainer aller Zeiten. Was er in Barcelona und bei Bayern geleistet hat, ist etwas ganz Besonderes. Jeder Fußballspieler will unter ihm trainieren, ich bin einfach nur glücklich, dass ich nun unter ihm spielen darf", so Gündogan bei City TV. 

Und weiter: "Mit Pep Guardiola als Trainer bin ich der Meinung, dass bei Manchester City die nächsten Jahre Großes entstehen kann", sagte Gündogan zudem dem SID: "Es ist kein Geheimnis, dass genau der Ballbesitzfußball, den Guardiola spielen lässt, sehr meinen Stärken zu Gute kommt." 

Guardiola, der in den vergangenen drei Jahren Bayern München trainierte, habe ihm "in ausführlichen Gesprächen klar deutlich gemacht, dass er mich in seinem Team haben will. Dass das Interesse dann trotz meiner Verletzung bestehen blieb, stärkte mich dann noch umso mehr, dass da ein Trainer ist, der mir wirklich vertraut und mich unbedingt haben möchte."

Guardiola bleibt bei Gündogan hartnäckig

Der Katalane wollte den 25-jährigen Mittelfeldspieler, der wegen einer ausgerenkten Kniescheibe die EM verpasst, schon zum FC Barcelona und zu den Bayern holen. Bei den Katalanen wollte er Gündogan schon als Nachfolger von Xavi aufbauen. Im dritten Anlauf kommen beide nun zusammen.

BVB-Sportdirektor Michael Zorc bedankte sich bei Gündogan "für fünf außergewöhnliche Jahre in Dortmund. Der BVB wünscht ihm eine baldige Genesung und nur das Allerbeste für seine Zukunft in Manchester."

"Ilkay ist eine exzellente Ergänzung unseres Teams. Wir freuen uns sehr, ihn bei uns begrüßen zu dürfen. Er ist ein intelligenter Mittelfeldspieler, der sehr variabel einsetzbar ist", sagte City-Sportdirektor Txiki Begiristain.

Die Zukunft des 16-maligen Nationalspielers galt seit dem Hin und Her des Frühjahrs 2015 als Rätsel. Doch klar ist: Es ging ihm nicht um Vereine - er wollte unbedingt zu Guardiola. Nun kam die Chance

"Keine Frage bin ich aber auch den Dortmunder Fans und dem Verein sehr dankbar, die mich vor allem rund um meine damalige Rückenverletzung immer unterstützt haben", sagte Gündogan, der den BVB eigentlich schon vor einem Jahr in Richtung München verlassen wollte.

Gündogan dankt Klopp und Tuchel

Der Wechsel scheiterte aber am Veto des Vorstands, der Vertrag wurde bis 2017 verlängert. Gündogan dankte auch seinen "beiden Trainern Jürgen Klopp und Thomas Tuchel, die mir in meiner Entwicklung unheimlich geholfen haben". 

"Umso glücklicher" sei er "darüber, dass ich mein Versprechen halten konnte und der Verein für mich jetzt auch noch eine entsprechende Ablösesumme erhält." Diese beschert dem BVB nach den 38 Millionen aus München für Mats Hummels einen weiteren Geldsegen, um nach der Verpflichtung des potenziellen Gündogan-Nachfolgers Sebastian Rode (Bayern) auch den Transfer von Ömer Toprak (Bayer Leverkusen) umzusetzen.

Eine gute Nachricht ist Gündogans Wechsel auch für den finanziell angeschlagenen 1. FC Nürnberg. Gündogans Ex-Klub erhält 15 Prozent der Ablöse - rund 4,5 Millionen Euro. 1,5 Prozent (rund 450.000) gehen an Gündogans Ausbildungsverein VfL Bochum.

Zweiter Abgang des BVB

Mit Gündogan verliert der BVB den zweiten Schlüsselspieler in diesem Sommer nach dem Wechsel von Mats Hummels zum FC Bayern München. Kapitän und Abwehrchef Hummels hatte in der vergangenen Woche seinen Transfer zum Rekordmeister auch formell perfekt gemacht. 

Gündogan kam 2011 für 5,5 Millionen Euro vom 1. FC Nürnberg zum BVB. Er absolvierte 157 Pflichtspiele, in denen er 36 Scorerpunkte (15 Tore, 21 Assists) sammelte.

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