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FBL-EURO-2016-RUS-TRAINING
Fedor Smolow richtet eine kuriose Bitte an die russischen Fans © Getty Images

Fedor Smolow hat einen äußerst zweifelhaften Lösungsvorschlag für Russlands Hooligan-Problem. Er ruft die Randalierer dazu auf, sich außerhalb des Stadions zu schlagen.

Der russische Nationalspieler Fedor Smolow hat die Anhänger der Sbornaja aufgefordert, sich während des Hochrisikospiels gegen Wales am Montag (21 Uhr) in Toulouse "woanders" zu prügeln.

"Wenn Leute die Absicht haben zu kämpfen", sagte der Stürmer von FK Krasnodar, sollte das "nicht auf den Tribünen geschehen". Den Russen droht nach den Krawallen von Marseille der EM-Ausschluss bei weiteren Ausschreitungen.

Nationaltrainer Leonid Sluzki bat die Fans vor dem "Finale" der Gruppe B deshalb um friedliche Unterstützung.

Russische Hooligans "provoziert"

"Ich möchte, dass sie uns anfeuern, wie es sich in einer zivilisierten Gesellschaft gehört", sagte Sluzki. Zuvor hatte bereits Wales-Coach Chris Coleman für eine friedliche Stimmung geworben. "Alle Animositäten gehören auf den Platz", sagte er.

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Kurioserweise verteidigte Smolow die Prügelattacken russischer Fans rund um das Spiel gegen England am 11. Juni in Marseille. Sie seien zuvor "provoziert" worden. Die teils vermummten Anhänger der Sbornaja hatten unmittelbar nach dem Abpfiff einen englischen Block gestürmt und wild losgeprügelt.

Zuvor war es in der Innenstadt und am Hafen von Marseille zu blutigen Ausschreitungen gekommen.

Voller Fokus auf Wales

Die Partie in Toulouse wurde deshalb von den Behörden als Hochrisikospiel eingestuft. Etwa 2100 Polizisten sollen rund um das Stadion für Sicherheit sorgen. Auch szenekundige Beamte aus Russland und Wales sind vor Ort.

Mit dem drohenden Ausschluss durch die Europäische Fußball-Union (UEFA) beschäftigen sich die Russen nicht. "Wir blenden alles aus, was abseits des Feldes passiert", sagte Smolow und bat um "Unterstützung" im Stadion. Russland kann sich nur mit einem Sieg noch für das Achtelfinale qualifizieren. "Das Spiel ist extrem wichtig", sagte Sluzki: "Wir sind voll fokussiert."

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