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FBL-EURO-2016-MATCH27-RUS-WAL
Wasilij Beresuzki zählt mit seinen 34 Jahren zu den Routinieres der russischen Mannschaft © Getty Images

Der russische Fußball präsentiert sich aktuell auf und neben dem Platz alles andere als vorbildlich. Bis zur WM 2018 muss sich etwas ändern, fordert ein Routinier.

Nationalspieler Wasilij Beresuzki (34) fordert nach dem Vorrunden-Aus bei der EM tiefgreifende Reformen im russischen Fußball.

"Der russische Fußball ist auf keinem hohen Level, wir müssen etwas verändern", sagte der Verteidiger nach dem 0:3 gegen Wales: "Wir müssen junge Spieler entwickeln und uns verbessern." Die Zeit drängt: Russland ist Ausrichter der Fußball-WM 2018.

Coach Leonid Sluzki wird dann wohl nicht mehr auf der Trainerbank der Sbornaja sitzen. Der 45-Jährige stellte sein Amt noch am späten Montagabend zur Verfügung. "Nach so einem Turnier wie diesem braucht man einen anderen Trainer. Es ist sehr wichtig, dass man den russischen Fußball mit Blick auf die Heim-WM 2018 entwickelt. Es liegt nun am Verband, wie es weitergeht", sagte Sluzki bei der Pressekonferenz in Toulouse. 

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Russland schied ohne Sieg und mit nur einem Punkt aus drei Spielen als Letzter der Vorrundengruppe B aus. "Ich kann mich nur bei den Fans entschuldigen. Wir waren in allen Bereichen schlecht. Es war mein Fehler", sagte Sluzki. Der Trainer, der parallel auch den russischen Spitzenklub ZSKA Moskau betreut, hatte das Amt vor einem Jahr nach der Entlassung von Fabio Capello übernommen. 

"Ich hatte genug Zeit, das Team vorzubereiten. Das ist mein Fehler", sagt Sluzki, dessen Vertrag im Sommer ohnehin ausläuft. Beresuzki stellte ernüchtert fest: "Wir haben keine besseren Spieler, die besten waren bei der EM dabei."

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