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Tobias Schweinsteiger spricht bei SPORT1 über das Comeback seines Bruders Bastian. Von seinem Sprint vor und nach dem Tor war er wenig überrascht und erklärt, warum.

Damit hätten wohl die wenigsten gerechnet. Vor allem seine größten Kritiker nicht.

Bastian Schweinsteiger stand beim Auftaktsieg der Deutschen gegen die Ukraine zwar nur drei Minuten auf dem Platz, krönte  seinen Kurzeinsatz aber mit seinem ersten Nationalmannschaftstor seit fast fünf Jahren nach nur zwei Ballkontakten.

Sein Bruder Tobias war derweil wenig überrascht. "Klar habe ich ihm das Comeback zugetraut", sagte der 34-Jährige im Gespräch mit SPORT1 und erklärte:

"Er hat in den vergangenen drei Monaten richtig Gas gegeben und kein anderes Ziel verfolgt. Mir war schon vor Wochen klar, dass er zur EM wieder in Form kommt und das Turnier nutzt, um über die Spiele wieder in Top-Form zu kommen."

Schweinsteiger zu oft abgeschrieben

Nicht wenige hatten mit Unverständnis darauf reagiert, einen vermeintlich nicht fitten DFB-Kapitän für das Turnier in Frankreich zu nominieren.

Sein älterer Bruder gibt bei solchen Sachen aber prinzipiell nicht viel aufs mediale Echo: "Bei Basti war mir das zu oft ein Abgeschreibe, aber das geht ja schon seit fünf, sechs Jahren so. Er hat immer wieder gezeigt, dass er immer wieder zurückkommt. Deswegen werde ich ihn nie abschreiben."

Nach seinem Treffer gegen die Ukraine setzte der Mittelfeldspieler von Manchester United dann auch noch zu einem Sprint an.

"Das war pure Ekstase"

Beim Konter rannte er über den gesamten Platz, erzielte im Sprung das 2:0. Rannte zurück, jubelnd, Kusshändchen werfend, lachend, um Manuel Neuer schwungvoll in die Arme zu hüpfen. Gut 193 Meter legte er dabei zurück, wie die ARD errechnete.

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"Das war dann eher pure Ekstase und hat ihn auch viel Atem gekostet", glaubt Tobias Schweinsteiger: "Aber in dem Moment macht man das ganz gerne." 

Schweinsteiger mit neuen Sprinter-Qualitäten? "Ich habe schon ein paar Leistungsdaten von ihm gesehen: Wenn er in Form ist, ist er gar nicht so langsam", meinte sein Bruder.

Auftakt deckt Baustellen auf

Schon am Abend nach der Partie hatte er sich via Twitter zu Wort gemeldet und geschrieben: "Zu alt! Zu schwer! Zu langsam! Zenit überschritten! Boooooooooooooom! Bastian Schweinsteiger nie abschreiben!!!!"

Generell traut der 34-Jährige der deutschen Mannschaft bei der EM einiges zu, auch wenn das Auftaktspiel offenbart habe, "dass es noch sehr viel zu tun gibt". Man habe aber auch gesehen, "dass wir sehr viel Qualität haben".

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