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Deutschland würde gerne die EM 2024 ausrichten
Deutschland würde gerne die EM 2024 ausrichten © Getty Images

Die UEFA stellt klar: Deutschland sollte mit Blick auf die Austragung der EM 2024 nicht zu sicher sein. Man dürfe auch die Konkurrenten nicht außer Acht lassen.

Auf dem Weg zur Ausrichtung der Europameisterschaft 2024 muss der DFB offenbar doch noch deutlich mehr Überzeugungsarbeit leisten als bisher angenommen.

"Sie sollten sich nicht zu sicher sein", sagte Theodore Theodoridis, Interimsgeneralsekretär der Europäischen Fußball-Union (UEFA), am Dienstag in Paris: "Man darf die anderen nicht außer Acht lassen."

Neben dem DFB hat bislang der Verbund der skandinavischen Länder offiziell Interesse an dem Turnier in acht Jahren bekundet. Fraglich ist, ob die Türkei ebenfalls ihre Unterlagen einreicht. "Es hängt alles von einer starken Bewerbung ab", sagte Theodoridis, für den nur "fünf bis sechs" Länder für die alleinige Ausrichtung infrage kommen. Die Entscheidung trifft das UEFA-Exekutivkomitee voraussichtlich 2018.

Der frühere DFB-Präsident Wolfgang Niersbach, der noch im Exko sitzt und die deutsche Bewerbung maßgeblich angeschoben hatte, erklärte zuletzt, er habe "keine Bedenken".

Die vier Skandinavier, "die vages Interesse bekundet haben, besitzen derzeit nur ein taugliches Stadion in Stockholm", hatte er im Bild-Interview gesagt.

Der Ex-DFB-Boss, dem eine zweijährige Sperre seitens der FIFA-Ethikkommission droht, gehe davon aus, "dass der DFB die Regierungsgarantien beibringen kann und somit dann große Chancen besitzt, 2024 EM-Gastgeber zu werden".

Wie auch Niersbach sieht Theodoridis die EM-Vergabe "vollkommen unabhängig" von der UEFA-Präsidentschaftswahl im kommenden September. "Die Entscheidung fällt viel später", sagte der Grieche.

Im Weltfußball waren Großereignisse immer mal wieder gerne benutzte Stimmenfänger im Wahlkampf.

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