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Extraordinary DFB Meeting
Wolfgang Niersbach war bis November 2015 DFB-Präsident © Getty Images

Wolfgang Niersbach hält den Ausschluss der an schweren Fan-Krawallen beteiligten Verbände England und Russland für nicht sinnvoll. Er ist für ein Ausreiseverbot von Hooligans.

Der frühere DFB-Präsident Wolfgang Niersbach (65) hat sich gegen einen EM-Ausschluss von Russland oder England ausgesprochen.

"Wie sollen Verbände verhindern, wenn ihre Hooligans, die meist noch nicht einmal eine Karte fürs Stadion haben, in der Stadt randalieren?", fragte Niersbach, der im Exekutivkomitee der Europäische Fußball-Union (UEFA) sitzt, in der Sport Bild.

Das Exko hatte an Sonntag allerdings offiziell mit einem Ausschluss gedroht, sollten sich die Krawalle von Marseille wiederholen.

Niersbach scheint bei der Entscheidungsfindung eine gemäßigte Position vertreten zu haben. "Der Weg kann nur sein, dass die Verbände aus England und Russland ihre Regierungen auffordern, den zum großen Teil bekannten Hooligans die Ausreise zu verbieten", sagte er. 

Niersbach könne sich "nicht vorstellen, dass der Großteil der englischen Hooligans die ganze EM über in Frankreich bleibt". Die britische Regierung müsse verhindern, dass sie zum nächsten Spiel wieder ausreisen dürfen.

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