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Evian-les-Bains und Marseille - Bastian Schweinsteiger trainiert mit der Mannschaft und wird im EM-Halbfinale neben Toni Kroos spielen. SPORT1 zeigt die wahrscheinliche Aufstellung gegen Frankreich.

Emre Can oder Julian Weigl? Auf die Frage, wer an der Seite von Toni Kroos im defensiven Mittelfeld gegen Frankreich (Donnerstag, ab 20 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) spielen wird und wer von den beiden am Donnerstag den Schweinsteiger geben dürfte, schien es bis zum Dienstag nur die Namen der beiden Youngster als Antwort zu geben.

Zu viele Fragezeichen schienen hinter dem Fitnesszustand von Bastian Schweinsteiger zu stehen, der sich im Viertelfinale gegen Italien eine Außenbandzerrung im rechten Knie zugezogen hatte.

Doch der Kapitän hat sich offenbar doch noch rechtzeitig zum EM-Halbfinale in Form gebracht. 

"Bastian Schweinsteiger wird auf jeden Fall beginnen", bestätigte Bundestrainer Joachim Löw am Mittwochabend. "Die Verletzung ist so gut wie auskuriert. Ich glaube, dass er die Kraft hat, von Anfang an zu spielen. In so einem Hexenkessel ist seine Erfahrung sehr viel wert."

 Am Mittwochvormittag war der 31-Jährige wieder offiziell ins Mannschaftstraining eingestiegen.

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Am Tag zuvor hatte Schweinsteiger noch während der 15 für die Medien geöffneten Minuten im Fitnesszelt auf dem Fahrrad-Ergometer gesessen. Nachdem die Journalisten das Stadion in Evian verlassen hatten, trainierte er mit seinen Teamkollegen.

Ob es bei Schweinsteiger für 90 Minuten reicht, ist zwar fraglich. Für Löw ist das kein Problem. "Wenn die Kräfte nicht reichen sollte, haben wir viele Möglichkeiten zu wechseln. Er hat gegen Italien sehr gut gespielt, hat sich reingebissen und die Anfangsphase sehr gut überwunden."

Löw hatte zuvor angekündigt, er werde nur Spieler einsetzen, die "zu 100 Prozent fit sind". Vor vier Jahren hatte der heutige Kapitän im EM-Halbfinale gegen Italien in der Startelf gestanden, obwohl er eigentlich das gesamte Turnier nicht vollkommen fit war.

Can als erste Alternative

Als Ablösekandidaten für den späteren Spielverlauf stehen Can und Weigl bereit, die beide bisher im Turnier noch nicht gespielt haben. Der kräftigere Can erinnert mit seinem körperbetonten Spiel etwas an Sami Khedira, der wegen seiner Oberschenkelverletzung gegen Frankreich passen muss.

Weigl ähnelt mit seiner Passsicherheit eher Kroos. Gegen die starken französischen Mittelfeldspieler um Paul Pogba dürfte der Bundestrainer eher Can den Vorzug als erstem Einwechselkandidaten geben.

Rückkehr zur Viererkette

In der Abwehr wird Löw mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zur Viererkette zurückkehren.

Neben Jerome Boateng dürfte der gegen Italien in der Dreierkette starke Benedikt Höwedes auf die linke Seite der Innenverteidigung rücken. Höwedes hat den Bundestrainer mit seiner unglaublichen Zweikampfstärke überzeugt und kann in der Abwehr überall spielen. Rechts wird wieder Joshua Kimmich beginnen, links wie gewohnt Jonas Hector.

Götze ersetzt Gomez

In der Offensive gibt es verschiedene Varianten. Löws Wahl für das Sturmzentrum dürfte auf Mario Götze als Ersatz für Mario Gomez fallen. Thomas Müller wird von der rechten Seite immer wieder ins Zentrum drängen, um mit seinen Laufwegen die französische Abwehr aufzumischen - und endlich sein erstes Tor zu erzielen.

Julian Draxler, der gegen Italien zunächst der Systemumstellung zum Opfer gefallen war, wird wieder über die linke Seite angreifen. Mesut Özil soll die entscheidenden Pässe aus dem Zentrum spielen, wird aber wieder viel in Bewegung sein und mit Draxler und Müller rochieren.

Die voraussichtliche Aufstellung:

Neuer - Kimmich, Boateng, Höwedes, Hector - Schweinsteiger, Kroos - Müller, Özil, Draxler, Götze.

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