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FBL-EURO-2016-SECURITY
Sogar Einkaufswagen wurden in Brand gesteckt © Getty Images

Paris - Erneut spielen sich unschöne Szenen bei der EM ab - diesmal auf der Pariser Fanmeile. Fans, die wegen Überfüllung nicht mehr zugelassen waren, randalieren heftig.

Die französische Polizei hat bei Krawallen rund um das EM-Finale zwischen Portugal und Frankreich (1:0 n.V.) am Sonntagabend rund 40 Personen festgenommen.

Vor allem am Rande der Fanmeile unter dem Eiffelturm war es zu Ausschreitungen enttäuschter Fans gekommen, denen der Einlass wegen drohender Überfüllung verweigert worden war. Das teilte die Polizeipräfektur in der Nacht zum Montag mit.

Autofahrer fahren Passanten um

Einige der abgewiesenen Fans ließen demnach ihrer Wut freien Lauf. Sie setzten Mülleimer und Motorroller sowie ein Auto in Brand, attackierten vor Ampeln stehende Fahrzeuge und bewarfen die Polizisten mit Flaschen. Ein Autofahrer fuhr in seiner Panik zwei Passanten um, von denen einer ins Krankenhaus musste.

Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas gegen die meist jungen Randalierer ein. Zeitweise war der untere Teil des Eiffelturms in weiße Schwaden gehüllt.

Auch am Stade de France meldete die Polizei nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP mehrere Festnahmen wegen Störung der öffentlichen Ordnung.

Fanmeile früh geschlossen

Die Fanmeile war bereits zwei Stunden vor dem Spiel geschlossen werden, weil sie mit über 90.000 Zuschauern überfüllt war. Die Polizei warnte anschließend über den Kurznachrichtendienst Twitter und in der Pariser Metro, dass keine weiteren Fans mehr eingelassen würden.

Während sich die Lage am Eiffelturm in der Nacht beruhigte, feierten vor allem die portugiesischen Fans auf den Champs-Elysées den Sieg ihrer Mannschaft. Laut Polizei herrschte vorwiegend eine ausgelassene, friedliche Atmosphäre.

Nach den Ausschreitungen am Sonntag blieb der Eiffelturm am Montag für Touristen geschlossen. Die Situation mache es unmöglich, unter den notwendigen Sicherheitsbedingungen zu öffnen, teilten die Behörden auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP mit.

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