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München - Es ist bislang nicht die EM des Mario Götze. Ex-Profi Marcell Jansen sieht dafür vor allem mentale Gründe und verteidigt ihn - nicht jedoch den Wechsel nach München.

Mario Götze bleibt bei der EM bislang unter seinen Möglichkeiten. Darüber ist sich die Runde im EM-Doppelpass auf SPORT1 einig.

Dass er ständig im Fokus der Kritik steht, kann Marcell Jansen allerdings nicht nachvollziehen.

"Wir müssen uns erst mal bewusst sein, dass Mario Götze ein sehr junger Mensch ist", sagte der Ex-Nationalspieler: "Ich kenne ihn: Er hatte keine Allüren und ist immer marschiert."

Dazu erklärte er: "Du kommst aus einer Saison, die nicht gerade gut für dich lief, und der Verein stellt sich gegen dich. Das ist schwierig. Da müssen ganz viele andere Dinge um ihn herum passieren."

Für die Doppelpass-Runde steht es außer Frage, dass der deutsche WM-Held mentale Probleme habe. "Es scheint Dinge zu geben, die Mario Götze im Moment nicht helfen", so Jansen.

Schon den Wechsel von Borussia Dortmund zum FC Bayern habe Jansen "nie verstanden": "Das war nicht seine alleinige Entscheidungsfindung", meinte er Ex-Profi: "Es war sportlich kein Argument, nach München zu wechseln. Es gilt an Schrauben zu drehen, die sich nicht so schnell lösen lassen."

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Für SPORT1-Experte Thomas Strunz gebe es da nur eine Lösung: Götze muss den FC Bayern sofort verlassen. "Da zu bleiben, hat keinen Sinn", sagte er: "Du brauchst einen Trainer, der uneingeschränkt zu dir steht."

Der neue Coach des Rekordmeisters, Carlo Ancelotti, soll Götze bereits nahegelegt haben, ähnlich wie zuvor Pep Guardiola nicht mit dem 24-Jährige zu planen.  

Dennoch plädierte Jansen: "Er ist jemand, der einen Spieler auf die emotionale Art in Top-Form zu bringen. Ist es denn so abwegig, dass Carlo Ancelotti Mario Götze hinbekommen kann?"

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