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France v Republic of Ireland - Round of 16: UEFA Euro 2016
Antoine Griezmann (l.) und Dimitri Payet feiern ein Tor im Viertelfinale gegen Irland © Getty Images

Der Weltmeister trifft im Halbfinale der EURO 2016 auf den Gastgeber. Die Equipe Tricolore will zu Hause den Titel - wie 1984 und 1998. Frankreich im Porträt.

Der Weltmeister steht im Weg. Der dritte Titel bei der dritten Heim-Endrunde soll her - und deshalb muss die Equipe Tricolore im EM-Halbfinale am Donnerstag in Marseille (21 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) die höchste Hürde überwinden.

"Der Abstand zu Deutschland ist nach der Weltmeisterschaft in Brasilien zwar kleiner geworden. Aber er ist eben immer noch da", sagte der französische Nationaltrainer Didier Deschamps.

Und der 47-Jährige weiß genau, wovon er spricht. Schließlich stand der Coach bereits vor zwei Jahren an der Seitenlinie, als die Grande Nation im WM-Viertelfinale bei brütender Hitze in Rio de Janeiro 0:1 (0:1) gegen die deutsche Auswahl verlor.

Sieg beim letzten Duell

Der Turnierbaum der EM 2016 im Überblick
Der Turnierbaum der EM 2016 im Überblick © SPORT1-Grafik: Paul Haenel

Vielleicht richtet der Trainer seinen Fokus aber eher auf das bisher letzte Duell mit dem WM-Champion am 13. November 2015. Auch wenn das Spiel vom Terror in Paris überschattet wurde, beherrschten die Franzosen damals das Team von Bundestrainer Joachim Löw und gingen mit einem 2:0 (1:0) im Stade de France vom Platz.

Und genau in dieser Arena wollen die Franzosen um ihre Stars Paul Pogba, Antoine Griezmann und Kingsley Coman auch im EURO-Finale wieder auflaufen. Nach dem anvisierten Sieg über die Deutschen soll am kommenden Sonntag der dritte Heim-Triumph gefeiert werden.

Auf den Spuren von Deschamps und Zidane

1984 besiegten Michel Platini und Kollegen im EM-Endspiel die Spanier mit 2:0 im Pariser Prinzenpark. 14 Jahre später setzten sich die Blauen im Stade de France mit 3:0 im WM-Finale gegen Rekordweltmeister Brasilien durch.

Seit 17 Spielen sind die Franzosen nun bei WM und EM zuhause ungeschlagen.

1998 reckte Deschamps, der auch beim bisher letzten Titelgewinn bei der EM 2000 mit von der Partie war, als Kapitän den WM-Pokal in die Höhe. Überragender Mann im Endspiel war als zweifacher Torschütze Superstar Zinedine Zidane.

Von der Pokalübergabe träumt nun Torwart Hugo Lloris, der seinen Coach während der EM-Endrunde als Rekordkapitän abgelöst hat. Gemeinsam mit seinen Teamkollegen feierte der 29-Jährige bei der EURO zunächst zwei glückliche Siege gegen Rumänien (2:1) und Albanien (2:0).

Frankreich verzichtet auf Benzema

Die Franzosen hatten damit bereits den Einzug in K.o.-Runde geschafft, beim 0:0 im letzten Gruppenspiel gegen die Schweiz durfte deshalb die "1B" ran. 

Danach folgte im Achtelfinale das 2:1 (0:1) nach einem Rückstand gegen die Iren - dank eines Doppelpacks von Griezmann. Am Sonntag setzte sich der Gastgeber, der die EM ohne Karim Benzema (Sexvideo-Skandal), Raphaël Varane (verletzt) und Mamadou Sakho (Doping-Affäre) bestreiten muss, dann im Viertelfinale gegen das Überraschungsteam aus Island mit einem Kantersieg durch.

Nun also die Vorschlussrunde gegen Deutschland. Und natürlich, da war ja was: WM-Halbfinale 1982, Toni Schumacher, Patrick Battiston, Jacketkronen, 4:5 nach Elfmeterschießen.

Vier Jahre später kam erneut das WM-Aus für die Franzosen im Halbfinale. Rudi Völler und Andreas Brehme sorgten mit ihren Toren für das 2:0 der Deutschen in Guadalajara.

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