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U21 Germany v U21 Denmark - International Friendly
Horst Hrubesch betreut die deutsche Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro © Getty Images

Olympia-Trainer Hrubesch hegt nach dem Abzug seiner Talente für die EM keinen Groll - obwohl Can, Tah, Weigl und Co. kaum zum Einsatz kamen und in Rio fehlen.

Deutschlands Olympia-Trainer Horst Hrubesch ärgert sich nicht über den "Abzug" einiger Talente von Bundestrainer Joachim Löw zur EM - obwohl diese letztlich wenig bis gar nicht zum Einsatz gekommen sind.

"Natürlich hätte ich diese Spieler gern mitgenommen. Aber die EM hat da Vorrang. Da gibt es keine Diskussion", sagte Hrubesch der Welt am Sonntag.

Neben Joshua Kimmich, der bei der EM vier Spiele über die volle Strecke absolvierte, hatte Löw auch Emre Can (66 Einsatz-Minuten), Leroy Sané (12) sowie Julian Weigl und Jonathan Tah (beide 0) mit nach Frankreich genommen.

"Wenn die Spieler bei der A-Mannschaft gebraucht werden, geben wir sie natürlich nach oben", beteuerte Hrubesch: "Genau dafür sind wir ja da. Es ist unser Auftrag, die Jungs an das Niveau heranzuführen."

Obwohl diese Spieler nun für Olympia ausfallen, "werden wir unsere Ansprüche nicht herunterschrauben", versicherte der Europameister von 1980: "Auch wir haben unsere Positionen alle doppelt gut besetzt. Ich kann aus drei bis vier Jahrgängen wählen, zudem noch drei Spieler nominieren, die älter als 23 sind."

Dabei werde er "keine Abschlussfahrt für verdiente Nationalspieler machen. Vielleicht nominiere ich auch nur einen oder zwei Ü23-Profis. Wir werden dort jedenfalls mit dem sportlich besten Team antreten".

Für die WM 2018 nannte Hrubesch neben den bereits nominierten Youngstern auch Leon Goretzka (Schalke 04), Davie Selke (RB Leipzig) und Yannick Gerhardt (VfL Wolfsburg) als Kandidaten.

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