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Portugal Euro 2016 Victory Parade
Fernando Santos führte Portugal zum EM-Triumph © Getty Images

Nach Kritik am Spiel des Europameisters wehrt sich Portugals Trainer Fernando Santos. Für Cristiano Ronaldo und Co. sei es ausschließlich um den Titel gegangen.

Europameister-Coach Fernando Santos hat wenige Tage nach dem EM-Triumph erneut die teilweise destruktive Spielweise Portugals verteidigt.

"Wir fuhren ja nicht nach Frankreich, um Spektakel zu bieten und nach zwei, drei schönen Spielen abzureisen. Es ging darum, das zu tun, was wir zum Gewinnen brauchten", sagte der 61-Jährige dem kicker.

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Santos betonte, er sei schon während des Turniers "immun" gegen die Kritik an seinen taktischen Vorgaben gewesen. "Musste ich auch, um mich und damit die Mannschaft nicht zu belasten." Dieses Rezept ging voll auf - Portugal um Superstar Cristiano Ronaldo sicherte sich im Endspiel gegen Gastgeber Frankreich (1:0 n.V.) den ersten großen Titel.

Glück und Seligkeit

Gut eine Woche danach herrscht bei Santos nicht etwa ein Gefühl des Triumphes vor, sondern "das, die Pflicht erfüllt zu haben". Allerdings empfinde er "auch Glück und Seligkeit mit Blick auf die Mannschaft, das Land, aber auch den Verband", gab er zu: "Und Freude ist dabei. Man wird ja nicht jeden Tag Europameister."

Santos sieht seine Mannschaft noch nicht am Ende ihrer Entwicklung. "Mit Blick auf die Jugendarbeit können wir lächelnd der Zukunft entgegenblicken", sagte er: "Wir sind ja aktuell U17-Europameister, wurden vor einem Jahr Vize mit der U21, da werden weitere Spieler zu uns stoßen."

In der Qualifikation zur WM 2018 in Russland bekommt es der Europameister in Gruppe B mit den EM-Achtelfinalisten Schweiz und Ungarn sowie den Färöern, Lettland und Andorra zu tun.

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