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Nach dem Aus im Elfmeterschießen nimmt Robert Lewandowski Jakub Blaszczykowski in Schutz. Portugals Weiterkommen fühle sich für den Bayern-Star falsch an.

Polens Kapitän Robert Lewandowski hat Pechvogel Jakub Blaszczykowski nach dem verlorenen Elfmeter-Krimi im EM-Viertelfinale gegen Portugal in Schutz genommen.

"Wir haben als ganze Mannschaft verloren und nicht, weil einer einen Elfmeter verschossen hat. Das ist immer eine Lotterie im Elfmeterschießen", sagte der Angreifer des deutschen Rekordmeisters Bayern München nach dem K.o. gegen Cristiano Ronaldo und Co.

Blaszczykowski hatte im Stade Velodrom von Marseille als einziger seinen Elfmeter verschossen. Nach 90 und 120 Minuten hatte es 1:1 gestanden. Rechtsverteidiger Lukasz Piszczek verriet, dass Blaszczykowski in der Kabine "natürlich traurig" gewesen sei, "aber Kuba ist ein starker Mensch, er hat schon schlimmere Situationen im Leben gehabt und die immer gemeistert." 

Was Piszczek wohl meinte, ist ein wirkliches Drama: Als kleiner Junge musste Blaszczykowski mitansehen, wie sein Vater seine Mutter erstach.

Da relativiert sich auch der Frust über ein Achtelfinal-Aus bei einer Fußball-EM. Zumal "Kuba" mit zwei Treffern und einer Torvorlage ein ganz starkes Turnier spielte und Polen bei der dritten EM-Teilnahme erstmals in die K.o.-Phase führte.

Dass die in regulärer Spielzeit in fünf Spielen ungeschlagenen Polen die Heimreise antreten müssen, während die Portugiesen mit fünf Unentschieden nach 90 Minuten im Halbfinale stehen, fühlte sich nicht nur für Lewandowski falsch an: "Das ist paradox."

Immerhin konnte "Lewy" mit dem zweitschnellsten Treffer der EM-Geschichte nach 100 Sekunden seine Flaute von 644 torlosen Minuten im Nationaltrikot beenden.

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