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DFB-Präsident Reinhard Grindel war extra nach Nyon gereist © Getty Images

Der DFB macht sein Interesse an der EM 2024 offiziell und übergibt die Unterlagen an die UEFA. Dabei stichelt der DFB-Präsident gegen Mitbewerber Türkei.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat am Mittwoch offiziell seine "Interessenserklärung" für die EM 2024 eingereicht und dabei einen Seitenhieb in Richtung dem einzigen Mitbewerber Türkei ausgeteilt.

"Wir sind so selbstbewusst zu sagen, dass wir mit unserer großen Erfahrung, der bestehenden Stadioninfrastruktur in Deutschland und den bereits vorhandenen Rahmenbedingungen ein kostengünstiges, erstklassiges Turnier ausrichten können. Daneben ist für Spieler, Fans und Presse garantiert, dass in unserem Land die freiheitlichen Grundrechte gelten", sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel und spielte damit auf die politische Lage in der Türkei an.

Grindel reiste persönlich nach Nyon in die Schweiz und übergab die Unterlagen an UEFA-Generalsekretär Theodore Theodoridis. Nicht in der Bewerbung steht die Stadt Dresden, weil dort das Stadion die Mindestanforderung nicht erfüllt.

Dresden enttäuscht

In Dresden war die Enttäuschung groß. "Ich finde das bedauerlich, denn so ein internationales Turnier hätte der Fußball-Euphorie in Dresden gutgetan", sagte Andreas Ritter, Präsident von Zweitligist Dynamo Dresden.

Die Arena in Dresden wurde aussortiert, weil sie nicht über die vorgeschriebene Nettokapazität von 30.000 Sitzplätzen verfügt.

Dynamo-Ikone Hans-Jürgen "Dixie" Dörner kann das Argument der fehlenden Zuschauerplätze nicht ganz nachvollziehen: "Bis 2024 ist ja noch Zeit, da hätte man noch das ein oder andere machen können."

Turnier in zehn Stadien

Theodoridis wurde ein 40 Seiten umfassendes Paket übergeben, das neben der offiziellen deutschen Interessenserklärung auch eine Kurzpräsentation der 17 potenziellen Austragungsorte beinhaltet.

Der DFB will das Turnier in zehn Stadien ausrichten. 

Die UEFA verkündet die Bewerber am 10. März, bislang hat nur die Türkei ihre Bewerbung angekündigt. Am 15. September wird das DFB-Präsidium die Auswahl der zehn Spielorte verkünden, die Wahl des Ausrichters erfolgt im September 2018.

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