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Kevin De Bruyne (r.) absolvierte bisher 27 Länderspiele für Belgien
Kevin De Bruyne (r.) absolvierte bisher 27 Länderspiele für Belgien

Bitterer Abend für den VfL Wolfsburg in der Europa League. Gegen den OSC Lille verschenken sie wegen Chancenwucher den Dreier.

Wolfsburg - Kevin de Bruyne hat den VfL Wolfsburg mit einem Traumtor vor einem kompletten Fehlstart in der Europa League bewahrt.

Im ersten Europapokal-Heimspiel des Bundesligisten seit 1638 Tagen traf der Belgier mit einem sehenswerten Volleyschuss aus 20 Metern zum 1:1 (0:0)-Endstand gegen den französischen Traditionsklub OSC Lille.

Dennoch bleibt die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking Tabellenletzter in der Gruppe H.

Schwache Chancenverwertung

Vor nur 16.097 Zuschauern scheiterten die Wölfe an ihrer schlechten Chancenverwertung und am überragenden Gäste-Torhüter Vincent Enyeama. Den Führungstreffer für die Gäste erzielte Stürmer Divock Origi mit einem verwandelten Elfmeter (77.).

Linksverteidiger Ricardo Rodriguez war der Ball an die Hand gesprungen. De Bruyne rettete seinem Team im Anschluss immerhin einen Punkt.

Da der VfL schon den Auftakt beim FC Everton (1:4) verpatzt hatte, steht der Klub im Duell am 23. Oktober beim FK Krasnodar bereits gehörig unter Druck. Die Russen trennten sich von Everton 1:1 (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Lilles Keeper Enyeama trumpft auf

Das Spielniveau passte sich lange Zeit der traurigen Kulisse an. Die Wolfsburger waren bemüht, gegen die clever verteidigenden Gäste, die in den ersten acht Ligaspielen nur zwei Gegentreffer kassierten, ergaben sich jedoch nur wenige Torchancen.

Bei den Schüssen von Ivan Perisic (16.) und Sebastian Jung (30.) war zudem der nigerianische WM-Torhüter Enyeama auf dem Posten.

VfL-Trainer Hecking vertraute derselben Startelf, die am vergangenen Wochenende Werder Bremen (2:1) geschlagen hatte. Somit durfte der Franzose Josuha Guilavogui gegen seine Landsleute auflaufen.

Ex-Wolfsburger Kjaer klärt

Der Mittelfeldspieler lief in der 36. Minute frei aufs Gäste-Tor zu, seinen Querpass zum mitgelaufenen Ivica Olic fing der Ex-Wolfsburger Simon Kjaer aber in höchster Not ab.

Auf der Gegenseite wurde Lille-Angreifer Origi, dessen Dienste sich der FC Liverpool ab der nächsten Saison für 12,6 Millionen Euro gesichert hat, von der VfL-Abwehr weitestgehend abgemeldet.

Der französische Tabellendritte musste ab der 43. Minute ohne den bis dahin starken Flügelflitzer Pape Souare auskommen. Er wurde wegen einer Muskelverletzung ausgewechselt.

Starke zweite Hälfte

Die Wolfsburger kamen mit deutlich mehr Schwung aus der Kabine und drängten in der zweiten Halbzeit auf das 1:0.

OSC-Torhüter Enyeama stand nun im Mittelpunkt des Geschehens und zeigte dabei seine Klasse im Duell gegen Perisic, der gleich zweimal (54. und 60.) am überragenden Torhüter scheiterte.

Hecking reagierte und brachte in der 62. Minute in Nicklas Bendtner und Vieirinha zwei frische Offensivkräfte. Kaum auf dem Platz, hatte der dänische Neuzugang Bendtner gleich zwei große Chancen zur Führung (63. und 64.). Er verfehlte aber jeweils das Tor.

Rückstand aus dem Nichts

In die Drangphase fiel dann völlig überraschend das 0:1 für Lille, ehe de Bruyne im Anschluss an eine Ecke seinen großen Auftritt hatte. In der Nachspielzeit scheiterte Naldo per Kopf an Enyeama.

Als beste Spieler zeichneten sich bei den Wolfsburgern de Bruyne und Sebastian Jung aus. Bei Lille überzeugte neben Schlussmann Enyeama auch Abwehrchef Kjaer.

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