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Aaron Hunt (l.) bringt Wolfsburg mit dem Kopfball zum 1:0 auf die Siegerstraße

Wolfsburg - Der VfL Wolfsburg hat seine Siegesserie dank der Joker Aaron Hunt und Nicklas Bendtner ausgebaut und in der Europa League die Tür zur K.o.-Runde weit aufgestoßen.

Der zur zweiten Halbzeit eingewechselte Mittelfeldspieler Hunt schoss den Bundesliga-Zweiten mit einem Doppelpack (47. und 57.) beim 5:1 (0:0) gegen den FK Krasnodar aus Russland in Führung, Bendtner legte in der Schlussphase zwei Treffer nach (89., Foulelfmeter und 90.+1).

Bei seinem Führungstor war Hunt gerade einmal knapp 100 Sekunden auf dem Platz. Zehn Minuten später schlug der Ex-Bremer erneut zu. Josuha Guilavogui (73.) traf zum wichtigen 3:1, nachdem Wanderson für die Gäste zum zwischenzeitlichen 1:2 (72.) verkürzt hatte (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Noch ein Sieg fehlt

Als Tabellenzweiter der Gruppe H kann der VfL bereits im nächsten Heimspiel gegen den FC Everton den Einzug in die Zwischenrunde perfekt machen. Allerdings hatte es gegen die Engländer im Hinspiel eine 1:4-Niederlage gesetzt.

Die Wolfsburger taten sich zunächst schwer gegen mutige Gäste, die keineswegs nur auf Torabsicherung bedacht waren.

Bei der ersten VfL-Chance ließ Mittelfeldstar Kevin De Bruyne seine Klasse aufblitzen, als er im Strafraum gleich mehrere Gegenspieler narrte und nur knapp am Tor vorbei schoss (12.).

Benaglio hält stark

Vom Schwung nach zuvor fünf Bundesligasiegen in Folge war bei den Hausherren aber wenig zu spüren, die besseren Chancen spielte sich der Tabellendritte aus Russland heraus. VfL-Torhüter Diego Benaglio musste zweimal in höchster Not gegen Odil Achmedow (23.) und Wanderson (28.) retten.

In der 39. Minute musste Linksverteidiger Marcel Schäfer wegen einer Oberschenkelverletzung vom Platz, für ihn kam Timm Klose in die Mannschaft.

Schäfer hatte den noch immer verletzten Ricardo Rodriguez ersetzt. Außerdem waren Christian Träsch, Vieirinha und Bas Dost neu in die Startelf gerückt. Stürmer Dost stand in der ersten Halbzeit aber auf verlorenen Posten, weil er kaum verwertbare Bälle aus dem Mittelfeld erhielt.

Perisic muss weichen

VfL-Trainer Dieter Hecking reagierte auf die schwache Leistung seiner Mannschaft und brachte in Hunt für Ivan Perisic eine neue Offensivkraft. Damit bewies Hecking ein glückliches Händchen.

Doch auch nach den zwei Toren durch Hunt steckten die Gäste aus Russland nicht auf, der starke Benaglio musste immer wieder eingreifen, beim Gegentreffer war er aber machtlos.

Erst durch das schnelle 3:1 kam mehr Souveränität ins Wolfsburger Spiel. Bendtner stellte den Endstand her.

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