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Romelu Lukaku (r.) spielt seit 2013 beim FC Everton

Wolfsburg - Wolfsburg erspielt sich gegen Everton zahlreiche Hochkaräter, bleibt aber erfolglos und wird ausgekontert. Perisic hat Pech.

Der VfL Wolfsburg hat den vorzeitigen Einzug in die K.o.-Runde der Europa League leichtfertig verspielt und steht nun vor einem "Endspiel".

Der Bundesliga-Zweite verlor sein Heimspiel am Donnerstagabend gegen den FC Everton trotz drückender Überlegenheit mit 0:2 (0:1) und muss um seine erste Europapokal-Zwischenrunde seit fünf Jahren bangen.

Lukaku belegt Wolfsburg-Interesse

Die Niederlage leitete ausgerechnet der belgische Nationalstürmer Romelu Lukaku, an dem auch die Wolfsburger im Sommer starkes Interesse gezeigt hatten, mit seinem Treffer in der 43. Minute ein.

Die Ablöse von 35 Millionen Euro war dem Klub aber zu hoch gewesen. Lukakus Landsmann Kevin Mirallas (75.) erhöhte in der Schlussphase.

"Endspiel" in Lille

Zum Gruppenabschluss in zwei Wochen beim französischen Vertreter OSC Lille reicht dem VfL ein Unentschieden, um sich als Zweiter hinter Everton für die nächste Runde zu qualifizieren.

Eine Niederlage würde für die hochgehandelten Wolfsburger aber das frühe Aus bedeuten.

Wolfsburg vergibt beste Chancen

Spielerisch war den "Wölfen" gegen den Tabellenneunten der englischen Premier League, gegen den es im Hinspiel eine 1:4-Pleite gegeben hatte, bis auf die mangelhafte Chancenauswertung kaum etwas vorzuwerfen.

Vor 23.375 Zuschauern entwickelte sich ein munteres Spiel mit zahlreichen Chancen. Auf Seiten der Wolfsburger vergaben in der Anfangsviertelstunde Nicklas Bendtner (2.), Ivan Perisic (5. und 12. ) und Aaron Hunt (14. und 15.), auf der Gegenseite traf Sylvain Distin per Kopf die Latte (14.).

Lukaku nach Konter erfolgreich

Die Wolfsburger kombinierten sich sicher durch die gegnerischen Reihen, in der Defensive gab es aber den ein oder anderen Aussetzer, auf den Altstar Samuel Eto'o und Lukaku lauerten.

Nach einem Fehler in der Vorwärtsbewegung fiel so auch das 0:1, bei dem sich der bullige Lukaku mit seiner ganzen Dynamik und Klasse durchsetzte.

Perisic im Pech

In der 22. Minute hatte der VfL Pech, als ein reguläres Tor des auffälligen Perisic wegen vermeintlichen Abseits nicht anerkannt wurde.

"Man muss sich nichts vormachen. Wenn das Tor anerkannt wird, läuft das Spiel wahrscheinlich ganz anders", sagte Manager Klaus Allofs im Anschluss bei "Sky".

Die Wolfsburger, die ohne die verletzten Ricardo Rodriguez und Josuha Guilavogui antraten, drängten auch nach dem Seitenwechsel auf das Tor des starken US-Nationalkeepers Tim Howard.

Mirallas mit der Entscheidung

Die Zuspiele wurden aber zunehmend ungenauer, die Unmutsäußerungen auf der Tribüne wurden lauter. In der 61. Minute vergab Aiden McGeady völlig freistehend für die Toffees, ehe auch der zweite Treffer nach einem Konter fiel.

Diesmal leistete Lukaku die Vorarbeit für Mirallas.

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