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Trainer Dieter Hecking vom VfL Wolfsburg hat nach dem bitteren 0:2 (0:1) in der Europa League gegen den FC Everton mit den Schiedsrichtern gehadert.

"Ich weiß nicht, was wir den Schiris in der Europa League momentan tun", sagte Hecking auf der Pressekonferenz nach der Pleite: "Das ist jetzt schon das vierte Spiel, in dem wir benachteiligt werden."

Referee Fernando Teixeira Vitienes hatte den "Wölfen" in der 22. Minute ein reguläres Tor von Ivan Perisic zu Unrecht wegen Abseits aberkannt.

Wolfsburg, das mit 40:11 Torschüsse, 11:4 Ecken, 57:43 Prozent Ballbesitz fast alle Statistiken dominierte, offenbarte allerdings eine gewisse Naivität und brockte sich ein "Endspiel" um den Einzug in die K.o.-Runde eingebrockt hat.

"Vorne fehlte uns die Präsenz, hinten haben wir zweimal gepennt", sagte Linksverteidiger Marcel Schäfer treffend. Und Mittelfeldspieler Aaron Hunt gab zu: "Wir haben uns ein bisschen dumm angestellt."

Für die "Wölfe" heißt es zum Gruppenabschluss am 11. Dezember beim OSC Lille: Verlieren verboten! Eine Niederlage würde für den hoch gehandelten VfL das frühe Aus bedeuten.

Zunächst geht es für Wolfsburg aber in der Bundesliga am Sonntag (ab 15.15 Uhr im LIVE-TICKER und LIVE auf SPORT1.fm) zunächst gegen Borussia Mönchengladbach, die einen turbulenten Abend in der Europa League erlebten, aber mit einem Vorteil ins Spitzenspiel gehen.

Granit Xhaka hatte den "Fohlen" mit seinem Freistoß-Hammer nicht nur das Unentschieden beim FC Villarreal gerettet, sondern nach zwei Liga-Pleiten in Folge und einer erschreckend schwachen ersten Hälfte den für Manager Max Eberl "richtigen Turnaround" verschafft.

Eberl fand "die Art und Weise", wie sein Team beim 2:2 (0:1) zurückgekommen war, "äußerst bemerkenswert", auch Trainer Lucien Favre bestand darauf, dass sein Team "nach einem 0:1 immer zurückkommen kann".

Nach den Niederlagen in Dortmund (0:1) und gegen Eintracht Frankfurt (1:3) lobten die Verantwortlichen die "gute Moral" der Mannschaft, die gegen Villarreal zweimal einen Rückstand wettmachte. "In den ersten zwanzig Minuten haben wir gelitten", gab Favre zu.

Von Eberl gab es ein Sonderlob für Xhaka: "Mich freut es sehr für ihn. Dass er einen riesen linken Huf hat, wissen wir. Er belohnt sich für die sehr gute Leistung, die er in der Saison gebracht hat."

Im "Endspiel" am 11. Dezember zu Hause gegen den FC Zürich reicht dem zweimaligen UEFA-Pokal-Gewinner ein Remis zum Erreichen der K.o.-Runde.

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