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Fabian Johnson FC Sevilla - Borussia Mönchengladbach
Fabian Johnson (r.) wechselte 2014 von 1899 Hoffenheim zu Borussia Mönchengladbach © Getty Images

Sevilla und München - Trotz der unglücklichen Niederlage bei Titelverteidiger FC Sevilla ist Borussia Mönchengladbach vom Achtelfinaleinzug in der Europa League überzeugt. Nicht nur Weltmeister Kramer macht Mut.

Die Enttäuschung wich schnell der Zuversicht, der bitteren Niederlage folgten trotzige Kampfansagen: Borussia Mönchengladbach hat das Achtelfinale der Europa League auch nach dem unglücklichen 0:1 bei Titelverteidiger FC Sevilla weiter fest im Visier.   

"Ich tippe auf ein 2:0", sagte Granit Xhaka nur wenige Augenblicke nach der ersten Gladbacher Europacup-Pleite in dieser Saison.

Besonders aus der Art und Weise ihres Auftritts im Estadio Ramon Sanchez-Pizjuan schöpften die Borussen Mut für das Rückspiel am kommenden Donnerstag im eigenen Stadion.   

"Noch alles möglich"

"Wir haben eigentlich genauso gespielt, wie wir es uns vorgenommen haben. Gegen diese Mannschaft ist zu Hause noch alles möglich. Wir haben gesehen, dass sie schlagbar sind", sagte Weltmeister Christoph Kramer und fügte trotz des verpassten Geschenks zu seinem 24. Geburtstag an: "Man kann der Mannschaft nichts vorwerfen, deswegen habe ich keine schlechte Laune."   

Zwei Vorwürfe musste sich der der fünfmalige deutsche Meister nach dem Zwischenrunden-Hinspiel beim Tabellenfünften der Primera Division dann aber doch gefallen lassen.

Drei gute Chancen durch Kramer, Fabian Johnson und Oscar Wendt wurden vergeben, Außenverteidiger Wendt leistete sich zudem vor dem Gegentreffer durch Vicente Iborra (70.) einen groben Stellungsfehler. Auf europäischem Niveau werden solche Dinge eiskalt bestraft. 

Sommer hadert, Eberl ist optimistisch  

"Man verzweifelt hinten, wenn man sieht, dass vorne die Dinger nicht reingehen", sagte Torhüter Yann Sommer, der viel weniger Arbeit als erwartet zu bewältigen hätte. Daher nehme er viele positive Dinge mit, so der Schweizer Nationaltorwart: "Wir müssen sehr dominant sein und dem FC Sevilla unser Spiel aufdrücken."   

Ein Blick in die Statistik macht dem Tabellendritten der Bundesliga ebenfalls Mut. In europäischen Wettbewerben sind die Gladbacher zuletzt bei sechs Versuchen immer in die nächste K.o. -Runde eingezogen, wenn man auswärts das Hinspiel verloren hatte.

Sportdirektor Max Eberl ist frohen Mutes, dass diese Serie auch gegen Sevilla hält: "Ich bin optimistisch, dass uns das mit der fantastischen Unterstützung unserer Fans gelingen wird."   

Am Sonntag (ab 15.15 Uhr LIVE im Sportradio auf SPORT1.fm und im LIVETICKER) wartet aber erst einmal die Aufgabe beim Hamburger SV. "Dafür müssen wir gut regenerieren", meinte Eberl.

Trainer Lucien Favre wird daher wieder kräftig rotieren. Die Anstrengungen müssen verteilt werden, damit es gegen Sevilla im Rückspiel klappt.

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