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Liverpool gewinnt knapp gegen Besiktas, Mario Balotelli ist der Torschütze des Abends. Genau das wird aber zum Problem der Engländer - Balotelli ist nämlich wieder unartig.

Steven Gerrard hat seinen Mannschaftskollegen Mario Balotelli nach dessen Elfmetertor für den FC Liverpool gegen Besiktas Istanbul kritisiert. "Mario war ein bisschen frech", sagte der am Oberschenkel verletzte Gerrard in seiner Rolle als TV-Experte. "Jordan hätte den Elfmeter schießen sollen. Regeln sind Regeln. Es hätte Henderson sein sollen."

In Gerrards Abwesenheit hatte Henderson die Kapitänsbinde getragen und war auch von Trainer Brendan Rodgers zum Elfmeterschützen bestimmt worden. Rodgers wollte sich zu der Szene nicht äußern.

In der 85. Minute des Hinspiels in der Zwischenrunde der Europa League schnappte Balotelli aber Henderson den Ball weg und trat selbst an. Auch Daniel Sturridge konnte Balotelli nicht überzeugen.

Balotelli verwandelte und verhalf seiner Mannschaft damit zu einem 1:0-Sieg. Es war das 27. Elfmetertor seiner Karriere im 29. Versuch. "Man muss ihm zugutehalten, dass er getroffen hat", sagte Gerrard. "Aber es ist nicht schön zu sehen, wenn sich Fußballer streiten. Jordan ist mit der Situation sehr gut umgegangen. Er konnte sehen, dass Mario wirklich treffen wollte."

Noch in der Nacht schrieb Balotelli bei Twitter und Instagram als Botschaft an Henderson: "Danke Hendo, dass du mich hast schießen lassen. Hören wir jetzt mit dem Drama auf. Wir haben gewonnen, das zählt. Wir sind eine Mannschaft und vor allem sind wir Liverpool. Auf geht’s, Jungs."

Auch Henderson gab sich Mühe, den Streit herunterzuspielen. "Ich wollte den Elfmeter, aber Mario hat sich selbstbewusst gefühlt und er hat schon wichtige Elfmeter geschossen. Letztlich war es ein großartiger Elfmeter. Das ist ein großes Tor für uns."

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