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Wolfsburg - Vor dem Rückspiel gegen Inter erklärt Kevin De Bruyne bei SPORT1 seinen Umgang mit den Medien, die Ziele mit Wolfsburg und seine Anfänge in Belgien.

14 Tore, 24 Assists - Kevin De Bruyne ist beim VfL Wolfsburg der Mittelpunkt der Offensive.

Der Belgier dreht in seiner zweiten Saison bei den Niedersachsen auf und wird den großen Erwartungen, die den 23-Jährigen auch schon zu seiner Bremer Zeit begleiteten, endlich gerecht.

Auch im Hinspiel des Europa-League-Achtelfinals gegen Inter Mailand bewies De Bruyne seine Klasse. Mit zwei Toren und einer Vorlage erlegte er die Italiener beim 3:1-Erfolg quasi im Alleingang.

Die Leistungen bleiben natürlich auch außerhalb der Bundesliga nicht verborgen und so wundert es nicht, dass sich vor dem Rückspiel in Italien (ab 20.30 Uhr LIVE im Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) die Gerüchte über mögliche Interessenten aus dem Ausland häufen.

Zu letzt soll der französische Spitzenklub Paris St. Germain seine Fühler ausgestreckt haben.

Für De Bruyne sind mögliche Angebote gerade nicht wichtig, mit Wolfsburg ist er im DFB-Pokal und in der Europa League noch im Rennen - und sein Erfolgshunger ist groß.

Im SPORT1-Interview spricht der Wolfsburger über seinen Umgang mit den Medien, die Ziele mit Wolfsburg und seine Anfänge in Belgien.

SPORT1: Herr De Bruyne, wie ist die Stimmung vor dem Rückspiel gegen Inter Mailand?

Kevin De Bruyne: Das Hinspiel war keine einfache Partie, aber das 3:1 ist ein gutes Ergebnis. Wir wissen, dass wir dort trotzdem ein Tor schießen müssen – und dazu sind wir immer in der Lage.

SPORT1: Bei Ihrem Doppelpack gegen Mailand sind Sie richtig aus sich herausgegangen. Werden wir das jetzt öfter von Ihnen sehen?

De Bruyne: Neben dem Platz bin ich immer ruhig, denke über vieles nach. Aber im Spiel muss ich präsent sein. Da zeige ich, ob ich böse oder glücklich bin. Im optimalen Fall haben wir noch 17 Spiele vor uns, da kann auch mal ein schlechteres dabei sein. Wenn ich mal einen Tag habe, an dem es nicht so gut läuft, dann mache ich mir keinen Stress.

SPORT1: Haben Sie sich im Vergleich zu Ihrer Zeit in Bremen als Typ verändert?

De Bruyne: Nein, ich bin immer dieselbe Person und versuche so zu bleiben. Ich mache meine Arbeit, am Ende will ich einfach nur Spaß haben. Das ist in Wolfsburg und in der Nationalmannschaft so. Und wenn bei meiner Familie alles in Ordnung ist, dann ist alles gut für mich.

SPORT1: Wird Ihnen der Medienrummel um Ihre Person manchmal etwas zu viel?

De Bruyne: Ich versuche, so viel wie möglich über mich zu erzählen. Die Fans über mein Facebook-Profil, Twitter usw. zu informieren. Am Ende muss ich die Mischung finden, was ich privat halten willst und was nicht. Die Leute wissen schon viel über mich (lacht). Auf der anderen Seite bleibe ich manchmal lieber auch privat und will mein eigenes Ding machen.

SPORT1: Sind Sie jetzt in Wolfsburg endlich angekommen?

De Bruyne: Ich bin hier vom ersten Moment an gut zurechtgekommen. Am Anfang hatte ich mit dem physischen Spiel etwas Probleme, aber danach habe ich jedes Spiel gemacht - nur einmal nicht wegen der roten Karte. Dieses Jahr läuft es mit den Toren und Vorlagen überragend. Trotzdem gibt es immer Luft nach oben.

SPORT1: War der Weg zurück zum FC Chelsea für Ihre Entwicklung ein wichtiger Schritt?

De Bruyne: Alles Entscheidungen in meiner Karriere waren gut. Ich habe für jede Phase meiner Karriere immer die optimale Lösung gefunden. Der Wechsel zu Chelsea war sehr gut, danach Bremen -  alles war richtig im jeweiligen Moment. Ich kann bis jetzt nicht sagen, dass ich einen schlechten Schritt gemacht habe.

SPORT1: Was sind Ihre Erinnerungen an den Start Ihrer Karriere in Belgien?

De Bruyne:  Ich habe dort so viel mitgenommen. Mit 17 Jahren 30-40 Spiele machen, am Ende sogar noch etwas mehr. Für die Nationalmannschaft habe ich bei der WM gespielt, das bringt dann noch mehr Erfahrung.

SPORT1: Warum läuft es in dieser Saison mit Wolfsburg so außerordentlich gut?

De Bruyne: Wir gewinnen immer zusammen. Meine Mitspieler helfen mir, ein gutes Niveau zu erreichen. Auch wenn ich momentan im Blickpunkt stehe, es geht natürlich auch um Bas Dost. Ich suche immer meine Freiräume, wo ich das Spiel am besten leiten kann. Vorlagen geben, Tore machen - das läuft bei uns im Moment richtig gut.

SPORT1: Wie bewerten Sie ihre Leistung im Hinspiel gegen Mailand?

De Bruyne: Ich habe drei, vier schlechte Bälle gespielt, danach gab es nichts zu meckern. In der zweiten Halbzeit würde ich sagen, war ich der beste Mann auf dem Platz.

SPORT1: Was ist das große Geheimnis der belgischen Jugendarbeit?

De Bruyne: Der belgische Markt wird zurzeit sehr genau beobachtet. In Belgien gibt es zurzeit richtig gute Spieler. Ich hoffe, dass es weiter so bleibt.

SPORT1: Wie gut kann die belgische Nationalmannschaft werden?

De Bruyne: Die WM in Brasilien war für fast jeden Spieler das erste große Turnier. Wir wollten jedes Spiel gewinnen, am Ende hat es eben nicht ganz geklappt. Das Ziel muss trotzdem immer der Titel sein. Am Ende können wir dann darüber sprechen, was gut war und was nicht.

SPORT1: Und wie sehen die Ziele mit dem VfL Wolfsburg aus?

De Bruyne: Ich habe immer Bock, etwas zu gewinnen. In Belgien hat es dreimal geklappt. Europa League und Pokal, hoffentlich schaffen wir es in beiden Wettbewerben ins Finale.

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