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Andre Breitenreiter (r.) wechselte im Sommer aus Paderborn zum FC Schalke 04 © Getty Images / SPORT1

SPORT1-Experte Möller lobt die Entwicklung auf Schalke, vor allem Breitenreiter und Sane haben es ihm angetan. Die Defensive des BVB hält er für mangelhaft.

Hallo liebe Fußball-Freunde, 

Der BVB hat sich in Saloniki sehr schwer getan. Ähnlich wie im Spiel gegen Darmstadt haben sie die richtige Lösung nicht gefunden. 70 Prozent Ballbesitz nützen dir nichts, wenn du dann plötzlich 0:1 zurück liegst. 

Mir ist das zu einfach, dass Saloniki mit einem Pass die Dortmunder Abwehr aushebelt. Da kann man am Ende mit dem 1:1 zufrieden sein. Jetzt bin ich gespannt, wie die Mannschaft beim FC Bayern auftreten wird.

Ein Wort noch zur Kritik von Kevin Großkreutz: Wahrscheinlich hat er in Istanbul zu viel Zeit, da er sich auch dort um Borussia Dortmund kümmert. Ich habe seine Aussagen nicht verstanden. Er sollte sich auf den Fußball konzentrieren und weniger Parolen über Twitter oder Facebook loslassen. Er ist ein netter Junge, der mit Leib und Seele Fußballer ist, aber diese Art der Kritik steht ihm nicht zu.

Deutlich ruhiger, fast schon zu ruhig, ist es derzeit auf Schalke. Was sicherlich maßgeblich am neuen Trainer liegt. André Breitenreiter macht auf mich einen sehr guten Eindruck. Die Art und Weise, wie er sich in der Öffentlichkeit gibt und über seine Mannschaft spricht, ist sehr positiv. Ich glaube schon, dass das sehr zukunftsträchtig ist. 

Das zeigt auch ein Blick auf die vielen Talente. Leroy Sane beispielsweise ist für mich der positive Faktor im Schalker Spiel und entscheidet auch die Partien. Wenn der Junge so weiter macht, dann sehen wir ihn ganz schnell in der Nationalmannschaft.

Insgesamt habe ich das Gefühl, dass wirklich etwas zusammengewachsen ist. Das hat auch der klare Sieg gegen Tripolis gezeigt, wenngleich der Gegner sicher kein Maßstab war.

Somit war Augsburg auch am zweiten Spieltag die einzige deutsche Mannschaft, die eine Niederlage hinnehmen musste. Normalerweise darfst du das Spiel gegen Partizan Belgard allerdings nicht verlieren. Für die Augsburger dürfte das Weiterkommen nun ziemlich schwer werden.

Sicherlich zählt beim FCA momentan auch erstmal der Blick auf die Bundesliga. Trotzdem halte ich nichts von den Klagen über die Doppelbelastung.

Die Vereine wissen vorher, dass sie international spielen werden. Da muss man dann besser darauf vorbereitet sein. 

Bis zum nächsten Mal,

Euer Andreas Möller

Andreas Möller wurde mit Deutschland Welt- und Europameister. Zudem holte er mit Borussia Dortmund zweimal die Meisterschale und gewann mit dem Klub 1997 die Champions League. Möller analysiert in dieser Saison für SPORT1 zusammen mit Olaf Thon und Fredi Bobic das Geschehen in der UEFA Europa League.

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