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Sven Bender ist bei Borussia Dortmund ein stellvertretender Mannschaftskapitän © Imago

Dortmund und München - Mit seiner Vertragsverlängerung bis 2021 hat Dortmunds Sven Bender ein Zeichen gesetzt. Nun will er Taten folgen lassen, schon am Donnerstag in der UEFA Europa League beim FC Porto.

Sven Bender gilt in vielen Belangen als Vorbild: einsatzfreudig, unverwüstlich, geradlinig, mannschaftsdienlich ist der 26-Jährige.  

Diese Charakterzüge haben den Defensiv-Allrounder bei Borussia Dortmund zu einem Leistungs- und Sympathieträger und zu einer Integrationsfigur werden lassen.

Bender - seit Jahren Mitglied des Mannschaftsrates - geht voran. Auch am Donnerstag, wenn es im Rückspiel beim FC Porto um den Einzug ins Achtelfinale der UEFA Europa League geht. (Die UEFA Europa League, Do. ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1, in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKERHIGHLIGHTS ab 23 Uhr auf SPORT1)

"Titel auf meiner Liste"

Mit seiner vorzeitigen Vertragsverlängerung bis 2021 hat Bender Zeichen gesetzt - für einige Mannschaftskollegen, es ihm gleichzutun, aber auch, um die Gier der Schwarzgelben zu demonstrieren.

"Wir haben eine super Mannschaft, ein großartiges Publikum, ein tolles Stadion - das sind Voraussetzungen für erfolgreichen Fußball. Deswegen ist der eine oder andere Titel auf meiner Liste", sagte Sven Bender nach seiner Vertragsverlängerung.

"Ich weiß, was ich an Borussia Dortmund habe. Solange der Verein mich halten will, ist die Sache für mich klar", hatte er schon vor der Saison im Interview mit SPORT1 betont.

Dortmund als "zweite Heimat"

Kein anderer Spieler ist so lange an den BVB gebunden. "Fünf Jahre ist eine lange Zeit, da sollten wir schon die eine oder andere Chance nutzen", sagt der zweimalige Deutsche Meister und DFB-Pokalsieger von 2012.

Nicht zuletzt durch diese Erfolge ist dem gebürtigen Rosenheimer, der 2009 vom TSV 1860 München kam, die Borussia ans Herz gewachsen. So verwundert es auch nicht, dass Bender die Zusammenstellung der Mannschaft am Herzen liegt. "Es gibt ja einige Spieler, bei denen der Vertrag in nicht allzu langer Zeit ausläuft und ich würde mich freuen, wenn der Großteil der Mannschaft zusammenbleibt. Der BVB ist für jeden Spieler eine super Adresse und es wäre schön, wenn der eine oder andere zeitnah nachziehen würde", sagte er im Gespräch mit SPORT1.

Die vertraute Umgebung gibt ihm "ein gutes Gefühl". So wie auf dem Platz, wo er zuletzt beim 1:0 gegen Bayer Leverkusen auf seiner Stammposition, der Sechs, nach einmonatiger Verletzungspause wegen einer Sehnenreizung sein Startelf-Comeback geben durfte.

Tuchels Anforderungsprofil perfekt erfüllt

Doch BVB-Coach Thomas Tuchel hat das "Balleroberungsmonster", wie dessen Vorgänger Jürgen Klopp Bender einst nannte, auch als Innenverteidiger neu entdeckt.

Mit der Einsetzbarkeit auf mehreren Positionen erfüllt "Iron Manni" das Anforderungsprofil von Tuchel perfekt.

Die Vertragsverlängerung "ist für mich ein Zeichen, dass man mit mir langfristig plant", sagt Bender.  

Kurzfristig könnte der Defensivspezialist schon in Porto in der Viererkette für Sokratis (Faserriss im Adduktorenbereich) zum Einsatz kommen. Hier konkurriert er mit Neven Subotic um den Platz neben Hummels.     

Wink an Hummels & Co.

Benders "Ja" zum BVB soll ausdrücklich auch Vorbildcharakter für einige Mitspieler haben.

Sein Wink mit dem neuen Vertrag richtet sich an die Adresse von Kapitän Mats Hummels, Ilkay Gündogan, Marcel Schmelzer und Henrik Mkhitaryan.

Sie alle haben einen Vertrag bis 2017 - so wie bis vor Kurzem auch Bender.

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