Video

Porto - Vor dem Rückspiel spricht BVB-Coach Thomas Tuchel über die Stärke des FC Porto, die Vertragsverlängerung von Sven Bender und das Luxusproblem im Mittelfeld.

Von Laura Wontorra und Jens Tampier

Vieles spricht dafür, dass Borussia Dortmund der Einzug ins Achtelfinale der UEFA Europa League gelingt.

Der 2:0-Erfolg im Hinspiel gegen den FC Porto war überzeugend, die Ausgangslage für das Rückspiel (ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1, in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKERHIGHLIGHTS ab 23 Uhr auf SPORT1): blendend.

Doch der BVB sollte gewarnt sein. Wie stark Porto im eigenen Stadion sein kann, bekam in der vergangenen Saison unter anderem der FC Bayern München zu spüren. In der Champions League setzte es eine 1:3-Pleite für das Team von Pep Guardiola.

Vor dem BVB-Härtetest spricht Dortmunds Trainer Thomas Tuchel im SPORT1-Interview über die Stärke Portos, die Vertragsverlängerung von Sven Bender und sein Luxusproblem im Mittelfeld.

Thomas Tuchel über...

die Vertragsverlängerung von Sven Bender: "Als Trainer kann man sich einen Spieler wie ihn nur wünschen. Er ist ein aufgeschlossener Spieler und ein wahnsinnig sozialer und selbstkritischer Mensch, der ein hohes Pflichtbewusstsein und unglaubliches Verständnis von Leistung hat. Seine Vertragsverlängerung ist eine großartige Nachricht, weil er ein überragender Spieler für uns ist."

Benders Verlängerung als Zeichen für andere Leistungsträger: "Ich finde es einfach schön, dass er sich sicher ist. Er hat in einem sehr wichtigen Alter einen sehr wichtigen Vertrag unterschrieben und sich damit komplett dem BVB und unserem Team verpflichtet. Das macht mich sehr froh und ist für die anderen absolut ein Argument, ebenfalls zu bleiben."

einen möglichen Gewinn der Europa League: "Zuallererst müssen wir erst einmal hier in Porto durchkommen. Wir erwarten ein sehr starkes und sehr mutiges Porto. Dieser Klub ist mit seinem Stadion und seiner Historie sehr beeindruckend und dementsprechend schwer ist diese Aufgabe. Wir sind froh, dass wir führen, aber es ist erst Halbzeit und deshalb ist es zu früh, vom Titel zu sprechen. Es ist ein langer Weg in der Europa League - deutlich länger als in der Champions League - und deshalb tun wir gut daran, uns auf das Rückspiel gegen Porto zu konzentrieren."

Portos Erfahrung auf europäischem Parkett: "Sie sind es gewohnt, auf dem höchsten Niveau zu spielen. Sie mögen solche Spiele, weil sie diese nicht häufig in ihrer Liga haben. Wir werden Porto deshalb sicherlich in ihrer besten Besetzung und besten Ausprägung sehen. Genau das wollen wir auch. Ich freue mich, meine Mannschaft in diesem Wettbewerb zu coachen und zu sehen, welche Lösungen wir finden."

sein Luxusproblem im Mittelfeld: "So muss es sein. Das ist die Kehrseite der Medaille, wenn alle gesund sind, aber wir wünschen uns das. Nun hat sich leider Sokratis beim Spiel in Leverkusen verletzt, ansonsten sind alle fit. Wir haben 18 Feldspieler mit dabei und dementsprechend wird es schwer für mich, eine Mannschaft zu benennen. Ich muss harte Entscheidungen treffen, aber das macht es am Ende aus. Wir brauchen diese Leistungsdichte im Kader, um besondere Leistungen zu vollbringen und fühlen uns bereit dafür."

die Frage, ob er einige Leistungsträger gegen Porto schont: "Nein, wir brauchen das Beste und ich weiß auch, dass meine Spieler diese Atmosphäre und diesen Wettbewerb lieben. Für ein Rückspiel in Porto mit einer 2:0-Führung im Rücken brauchst du die Spieler, die das gewohnt sind."

x
Bitte bewerten Sie diesen Artikel