Video

Dortmund - Ein großer Titel fehlt Marco Reus noch, 2016 soll sich das ändern. Vor dem Rückspiel bei Tottenham spricht Reus bei SPORT1 über seinen Aufstieg, den BVB und die EM.

Champions-League-Finalist, Deutschlands Fußballer des Jahres, zweimaliger Supercup-Sieger: Marco Reus hat in seiner Karriere schon einiges erreicht. Was fehlt, ist ein großer Titel.

2016 hat der Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund noch mehrere Möglichkeiten, diesen Makel zu beseitigen. In der Meisterschaft hat Reus mit dem BVB zwar nur noch Außenseiterchancen, in DFB-Pokal und UEFA Europa League liegen die Schwarz-Gelben aber bestens im Rennen.

Und im Sommer will Reus nach seinem Teilzeitjob bei der EM 2012 und dem verletzungsbedingten Aus vor der WM 2014 bei der EM in Frankreich auch ein Ausrufezeichen bei der Nationalmannschaft setzen.

Tottenham - BVB LIVE auf SPORT1

Am Donnerstag steht für den 26-Jährigen aber erst einmal mit dem BVB im Achtelfinal-Rückspiel der Europa League bei Tottenham Hotspur (ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1, in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) der nächste Schritt Richtung Finale in Basel auf dem Programm.

Zuvor spricht Marco Reus im SPORT1-Interview über...

(Das komplette Interview mit Marco Reus ab 18.30 Uhr in Bundesliga Aktuell im TV auf SPORT1)

die Prognosen, dass 2016 sein Jahr werden könnte:

"Das kann ich nicht beantworten. Das kann keiner beantworten. Wir können es nur beeinflussen, indem wir unsere Leistung bringen, indem ich meine Leistung bringe. Wir sind bisher gut damit gefahren, uns nur auf uns zu konzentrieren und andere Störfeuer nicht zu beachten. Das hat 2016 bisher sehr gut geklappt. Wir spielen momentan einen echt guten Fußball. Die Kunst ist jetzt aber, dabeizubleiben und das Niveau so hoch zu halten, wie wir das von uns selbst erwarten."

seinen Aufstieg vom Regionalligaspieler in Ahlen zum internationalen Star:

"Ich habe versucht, jeden Tag im Training Gas zu geben, mich weiterzuentwickeln und auf mich aufmerksam zu machen. Zu diesem Zeitpunkt war ich aber noch so jung, da lebt man einfach nur und macht sich nicht so viele Gedanken darum, dass man unbedingt in der Bundesliga spielen soll. Ich bin natürlich froh, dass der Weg so gekommen ist, wie ich mir das gewünscht habe."

die Rückschläge der vergangenen Jahre:

"Es bringt ja nichts. So ist das Leben. Es gibt auch Phasen, in denen es nicht so gut läuft. Die Kunst ist dann aber, zu wissen, wie man damit umgehen muss. Das ist einfach eine Lernphase, ein Prozess. Was in der Vergangenheit passiert ist, ist vergangen. Ich schaue nur in die Gegenwart und die Zukunft."

Marco Reus verletzt gegen Armenien
Einen Tag vor dem Abflug nach Brasilien verletzte sich Marco Reus 2014 in einem Testspiel - das WM-Aus © Getty Images

seinen Umgang mit der Öffentlichkeit:

"Ich brauche mich nicht privat in der Öffentlichkeit zeigen, da ich mit dem Fußball bereits in der Öffentlichkeit stehe. Ich versuche, mich auf meinen Sport, auf meinen Job zu konzentrieren. Den versuche ich bestmöglich zu absolvieren."

die Titelchancen in der Europa League:

"Es ist alles möglich. Wenn wir so spielen wie gegen Tottenham im Hinspiel können wir was erreichen. Wenn wir ein paar Prozent weniger geben, haben wir keine Chance."

Tottenhams schwachen Auftritt im Hinspiel:

"Ich glaube schon, dass sie das Spiel ernst genommen haben. Wir sind aktuell in einer so guten Phase, dass wir sie auch in ihrer bestmöglichen Besetzung hätten schlagen können, aber jede Mannschaft hat ihre eigenen Prioritäten. Ich glaube, Tottenham legt die Priorität auf die Meisterschaft in der Premier League, das kann man ihnen nicht übel nehmen."

Marco Reus jubelt gegen Tottenham Hotspur
Marco Reus steuerte zwei Treffer zum 3:0-Hinspielsieg gegen Tottenham bei © Getty Images

die Vorteile des Lebens in Dortmund:

"Ich bin ein sehr familiärer Mensch, deswegen ist mir das Umfeld sehr wichtig. Mir ist am wichtigsten, dass ich mich wohl fühle. Das Stadion, die Mannschaft, der Trainerstab, das ist alles super. Es läuft zurzeit sehr gut, deswegen bin ich sehr froh und glücklich hier zu sein."

Stimmung und Einfluss der Dortmunder Südtribüne:

"Es gibt von der Stimmung her ganz wenige Fans, die da mithalten können. Allein wenn ein Tor passiert, wirst du von den ganzen Massen runtergedrückt, wirst mit Bier überschüttet. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl. Generell: Die Fans, die singen und die Stimmung im Stadion sind etwas ganz Tolles. Für uns ist das sehr, sehr wichtig."

die EM-Chancen der Nationalmannschaft:

"Natürlich strebt man immer nach Titeln, auch wenn man schon welche geholt hat. Grundsätzlich ist es für die Mannschaft schön, wenn ein paar Spieler dabei sind, die bisher keinen Titel mit der Nationalmannschaft gewonnen haben, und das Team nach vorne pushen. Das kann für die mannschaftliche Geschlossenheit einige Prozent bringen."

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel