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Tottenham Hotspur v Borussia Dortmund - UEFA Europa League Round of 16: Second Leg
Pierre-Emerick Aubameyang traf im Rückspiel gegen Tottenham doppelt © Getty Images

London - Pierre-Emerick Aubameyang schießt Dortmund bei Tottenham ins Viertelfinale der Europa League. Seine Tore dürften seinen Marktwert weiter steigen lassen.

Der Held des Abends ließ die anderen warten. Unfreiwillig. Als sich der Dortmunder Mannschaftsbus um 23.20 Uhr Londoner Zeit in Bewegung setzte und alle Journalisten die Mixed Zone verlassen hatten, war Pierre-Emerick Aubameyang noch in der Dopingprobe.

Beim Torjäger, der Borussia Dortmund bei Tottenham Hotspur mit zwei Treffern zum Sieg und ins Viertelfinale der UEFA Europa League geschossen hatte, lief es anscheinend nicht so flüssig wie zuvor auf dem Rasen der White Hart Lane (die Auslosung der Viertelfinalspiele ab 13 Uhr im LIVESTREAM).

Zorc gibt sich gelassen

Für Aubameyang hatte die Wartezeit beim Dopingtest zumindest einen Vorteil: Fragen zu Wechselgerüchten musste er nicht beantworten. Mit seinen beiden Toren hat der Gabuner seinen Marktwert nicht unbedingt verschlechtert. Und das genau dort, wo das Geld durch den milliardenschweren TV-Vertrag so locker sitzt wie kaum anderswo.

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"Wir bleiben relativ gelassen", hatte BVB-Sportdirektor Michel Zorc vor dem Spiel im Gespräch mit SPORT1 erklärt. "Die Klubs, die für unsere Spieler interessant sind, vor allem in England, hatten vorher auch schon genug Geld."

Jede Menge Kohle aus England und Spanien

Als Interessenten für Dortmunds Goalgetter gelten Real Madrid, Manchester City oder Arsenal. Vielleicht nun sogar auch die Spurs, die sich hautnah ein Bild von Aubameyangs Klasse machen konnten.

Erst ein spektakulärer Weitschuss zum 1:0 (24.), dann ein Treffer nach Vorlage von Henrikh Mkhitaryan in der 74. Minute - Aubameyang schraubte sein Torkonto in der UEFA Europa League auf sieben Treffer.

"Ich freue mich sehr, dass es in einem besonderen Spiel wieder zwei Mal geklappt hat", sagte Trainer Thomas Tuchel im SPORT1-Interview: "Wenn er fleißig und bescheiden bleibt, dann kann alles gehen."

Mit den Toren steigt der Marktwert

Wettbewerbsübergreifend hat er es schon auf 46 Scorerpunkte in 40 Pflichtspielen gebracht. Der 26-Jährige hat maßgeblichen Anteil am Erfolg der Dortmunder, gegen die wohl niemand gerne im Viertelfinale antreten würde. Nicht einmal Jürgen Klopp.

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"Warum sollte ich mir das stärkste Team als Gegner für die nächste Runde wünschen?", antwortete der ehemalige BVB-Coach, nachdem er mit dem FC Liverpool im Achtelfinale Manchester United ausgeschaltet hatte.

Auch Klopp könnte einen Stürmer wie Aubameyang gut gebrauchen.  Dessen Vertrag in Dortmund läuft zwar noch bis 2020, aber die Frage ist, wie lange die BVB-Bosse bei kolportierten Angeboten zwischen 50 und 100 Millionen Euro noch standhaft bleiben können.

BVB siegt Chance zur Vertragsverlängerung

Unter keinen Umständen wolle man ihn nach dieser Saison ziehen zu lassen, meinte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zuletzt. Er sehe sogar "keinen einzigen Spieler, bei dem wir keine Chance hätten, den Vertrag zu verlängern."

Doch eins ist klar: Mit jedem Tor, das Aubameyang für Dortmund erzielt, wird er interessanter für andere Klubs. So gesehen war seine Show in London auch Werbung in eigener Sache.

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