vergrößernverkleinern
Jose Mourinho ist bei ManUnited noch nicht der "Special One" © Getty Images

Olaf Thon geht mit Jose Mourinho hart ins Gericht. Der SPORT1-Experte vermisst die Demut beim "Special One" und rügt dessen Umgang mit Altstars Rooney und Schweinsteiger.

Nur Platz sieben in der Premier League, auch in der UEFA Europa League mit Licht und Schatten: Manchester United kann unter Star-Trainer Jose Mourinho die hohen Erwartungen bisher nicht erfüllen.

Dazu hat sich der Portugiese mit der Aussortierung von Weltmeister Bastian Schweinsteiger und der Degradierung des englischen Nationalteam-Kapitäns Wayne Rooney zum Bankdrücker nicht beliebter gemacht.

Video

Auch nicht beim SPORT1-Experten Olaf Thon. Er habe die beiden Altstars demontiert, habe für die beiden "einfach nicht das Händchen", sagte der 50-Jährige im Countdown zur UEFA Europa League.

"Noch nichts gerissen"

Und Thon legte den Finger in die Wunde: Mourinhos harte Hand geht nicht mehr mit Erfolgen einher. "In den letzten drei Jahren kommt da nicht mehr viel", stellte derWeltmeister von 1990 fest. "Er ist richtig blass geworden, und in den Situationen, in denen er mal Demut zeigen könnte, übertreibt er noch in die andere Richtung."

Video

Dabei hat sich United für den Angriff auf Titel nicht nur "The Special One", sondern mit Zlatan Ibrahimovic und Rekord-Transfer Paul Pogba auch zwei Großverdiener. "Er hat ja eine tolle Mannschaft", befand Thon, "und trotzdem schafft er es nicht, unter die ersten drei, vier zu kommen. Und auch in der EL hat er noch nichts gerissen."

Thon bei Schweinsteiger skeptisch

Auch SPORT1-Experte Jürgen Kramny, Augenzeuge des 0:0 der Red Devils beim FC Liverpool, glaubt, Mourinhos Zauber sei verflogen. "Er ist dünnhäutig geworden", und lasse sein Team passiver spielen als gewohnt.

Die Folge: Nur 35 Prozent Ballbesitz, nur zwei Chancen gegen Jürgen Klopps Liverpooler.

Könnte Schweinsteiger die Probleme lindern? Thon gab sich skeptisch: "Schweinsteiger hat ja zuletzt einen Quarterback gespielt und sich oft in die Viererkette zurückfallen lassen." Dabei sei aber Schnelligkeit gefragt. Und die zeichnet einen 32-Jährigen eher nicht aus.

Thon, selbst bis zum Alter von 36 Jahren aktiv, meinte: "Wir kommen immer weiter zurück, an die 30, wo die Grenze ist, international auf Topniveau zu spielen."

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel