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Saint-Etienne - Mainz 05 muss seine Hoffnungen auf die K.o.-Phase begraben. In Saint-Etienne kommen die Rheinhessen nicht über eine Nullnummer hinaus. Der Frust ist groß.

Martin Schmidt hatte am vorzeitigen Aus in der UEFA Europa League schwer zu knabbern.

"Im Moment hat man es noch gar nicht so gefasst, dass man aus der Europa League raus ist. Es ist schmerzhaft nach so einem Spiel", sagte der Trainer des 1. FSV Mainz 05 nach dem 0:0 beim AS Saint-Etienne bei SPORT1.

In ihrer Debütsaison in der Europa League hatten die Mainzer bislang in jedem Spiel getroffen, nur in ihrem vorgezogenen Endspiel beim französischen Rekordmeister klappte es nicht mit dem benötigten Torerfolg.

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"Es ist schwer zu verarbeiten, dass wir ausgeschieden sind, weil es sich nicht so anfühlt, als hätten wir heute das Weiterkommen verspielt", sagte Kapitän Stefan Bell bei SPORT1. "Wir waren von der ersten Minute sehr aggressiv, haben alles reingeworfen und wir haben bis zur 93. Minute alles nach vorne geworfen."

Schröder: "Hätten gerne weitergemacht"

Selbst mit einem Erfolg im abschließenden Gruppenspiel am 8. Dezember gegen FK Qäbäla/Aserbaidschan kann Mainz (6 Punkte) den Sprung auf Platz zwei nicht mehr schaffen.

Auch Sportdirektor Rouven Schröder konnte seine Enttäuschung am SPORT1-Mikrofon nicht verbergen: "Es war ein Erlebnis mit dem Tross alle drei Tage durch die Lande zu ziehen. Wir hätten das gerne weitergemacht. Es ist schade. Aber wir nehmen einiges mit."

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Mainz hat keine Chance mehr

Der RSC Anderlecht (11) und AS St. Etienne (9) sind vorzeitig für die nächste Wettbewerbs-Phase qualifiziert. Die Mannschaft von Trainer Martin Schmidt könnte zwar punktemäßig noch auf die Franzosen aufschließen, doch in diesem Fall würden die auswärts mehr geschossenen Treffer (Hinspiel: 1:1) den Ausschlag zugunsten von St. Etienne geben. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Der FSV war bei seinen bisherigen beiden Auftritten auf internationalem Parkett 2011 und 2014 schon in der Qualifikation gescheitert. Auch deshalb wollte der selbsternannte Karnevalsverein seine Chance auf ein Weiterkommen vor rund 22.000 Zuschauern unbedingt wahren. (Statistiken zum Spiel)

Im Stade Geoffroy Guichard lautete das Motto der Gäste: Verlieren verboten. Gegenüber dem Heimerfolg gegen den SC Freiburg (4:2) fünf Tage zuvor hatte Schmidt seine Startelf auf vier Positionen verändert.

Spielmacher Yunus Malli konnte nach überstandener Erkältung auflaufen. Und der türkische Nationalspieler versuchte auch gleich, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Mallis Schuss aus 20 Metern konnte Keeper Stephane Ruffier aber parieren (8.).

Chancen Mangelware

Beide Teams überbrückten das Mittelfeld schnell, offenbarten aber Schwächen in der Defensive. Nach einem Patzer von Florentin Pogba, dem Bruder von 105-Millionen-Mann Paul Pogba (Manchester United), verzog Levin Öztunali aus halbrechter Position nur knapp (12.).

In einer über weite Strecken intensiven Partie übernahm St. Etienne in der Folge die Initiative und schnürte die Gäste in deren eigener Hälfte ein. FSV-Torhüter Jonas Lössl musste nach einer Viertelstunde gegen Oussama Tannane klären.

Chancen blieben danach bei einsetzendem Regen aber Mangelware, Zweikämpfe prägten das durchschnittliche Spiel. Wie aus heiterem Himmel kam der Tabellenachte der Bundesliga, der drei Wochen zuvor mit 1:6 in Anderlecht untergegangen war, kurz vor dem Halbzeitpfiff zu einer hochkarätigen Möglichkeit. Doch einen Freistoß von Malli von der Strafraumgrenze fischte Ruffier aus dem Winkel (44.).  

Mainz erhöht den Druck

Nach dem Wechsel forcierten die Mainzer im Angesicht des drohenden Ausscheidens den Druck - und das vor allen Dingen über die rechte Seite. Doch Öztunali fand seinen Meister in Ruffier (51./52.).  

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Die gastgebenden "Les Verts", bei denen der im Hinspiel erfolgreiche Torjäger Robert Beric verletzt ausfiel, überließen dem FSV zunehmend mehr Raum, den vor allen Dingen Malli in seiner Rolle als Antreiber nutzte.

Stürmer Jhon Cordoba scheiterte in der 73. Minute mit einem Kopfball aus Rückenlage und kürzester Distanz aber erneut an Ruffier. Auf der Gegenseite vergab Oussama Tannane (82.) mit seinem Pfostentreffer die Vorentscheidung.

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