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München - AS Saint-Etienne hat mehr zu bieten als grüne Trikots: Vor dem Mainz-Spiel (LIVE auf SPORT1) nennt SPORT1 kuriose Fakten, die den französischen Klub so besonders machen.

Der FSV Mainz 05 steht in der Gruppe C der UEFA Europa League am 5. Spieltag gegen AS Saint-Etienne unter Zugzwang. 

Mit einem Sieg in Frankreich könnten die Mainzer mit dem Zweitplatzierten gleichziehen. Eine Niederlage wäre gleichbedeutend mit dem Aus.

SPORT1 überträgt das Mainzer Spiel LIVE ab 21 Uhr im TV auf SPORT1, im LIVESTREAM, in unserem Sportradio SPORT1.fm  und im LIVETICKER auf SPORT1.de und in der SPORT1 App. Der "Countdown" aus dem Studio startet bereits LIVE ab 19 Uhr. Im Anschluss an das Live-Spiel gibt es ab 23 Uhr die Highlights der weiteren Partien zu sehen. Unter anderem empfängt der FC Schalke 04 den französischen Tabellenführer OGC Nizza mit Trainer Lucien Favre

SPORT1 nennt zehn Fakten über Frankreichs Rekordmeister AS St. Etienne, oder kurz ASSE.

- Die Association sportive de Saint-Etienne wurde 1919 von Angestellten einer Einzelhandelskette gegründet. Noch heute hat die "Groupe Casino" ihren Hauptsitz in Saint-Etienne. Nach Firmengründer Geoffroy Guichard ist auch das Stadion benannt, der Standort im Norden der Stadt war ursprünglich auch im Besitz der "Groupe Casino" und wurde ASSE 1930 für den Stadionbau zur Verfügung gestellt.

- "Wir sind die Könige des Fußballs, wir werden gewinnen, das ist doch klar. Wer sind die Besten? Natürlich Les Verts", sang Chansonnier Jaques Monty in seinem Hit "Allez Les Verts" vor 40 Jahren. Seitdem ist der Song auch die offizielle Vereinshymne von ASSE.

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- "Les poteaux carré" ist in Saint-Etienne ein geflügeltes Wort. "Die eckigen Pfosten" sind das Synonym für eine der schwärzesten Stunden der Vereinsgeschichte: Im Landesmeisterfinale 1976 gegen Bayern München traf Saint-Etienne gleich zweimal die Unterkante der Latte. Da die Torumrandung damals noch aus Holz und eckig und nicht wie heute aus Aluminium und rund war, rutschten die Schüsse nicht ins Tor, sondern von der Latte wieder zurück ins Feld. Die Bayern siegten am Ende 1:0 - und verwehrten ASSE so den größten Erfolg der Vereinsgeschichte.

- Saint-Etienne ist die Heimat einiger ganz Großer des Weltfußballs. Der berühmteste Spieler überhaupt der Grünen war Michel Platini, der seine glanzvolle Karriere in Saint-Etienne nochmals so richtig auf Touren brachte, ehe er dann 1982 zu Juventus wechselte und dort zum Welt-Star wurde. Zudem spielten unter anderem die Revelli-Brüder Herve und Patrick, der spätere Weltmeistertrainer Aimé Jaquet, Weltmeister Laurent Blanc, Bayern-Star Willy Sagnol, der Niederländer Johnny Rep und Kameruns berühmtester Sohn Roger Milla für Saint-Etienne.

- Mit rund 170.000 Einwohnern liegt Saint-Etienne im Ranking der größten Städte Frankreichs nur auf Platz 14 und vor allem: im Schatten des verhassten Lyon. Im Rhone-Gebiet herrscht eine von beiden Seiten fürsorglich gepflegte Hassliebe zwischen ASSE und Olympique Lyon, etwa vergleichbar mit der zwischen Dortmund und Schalke.

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- A propos Dortmund: Saint-Etienne wird auch das "Dortmund Frankreichs" genannt. Die Kohlenförderung war seit Ende des Zweiten Weltkriegs der wichtigste Wirtschaftszweig. Ähnlich wie im Ruhrpott versiegt dieser Zweig aber immer mehr, als drastische Folge der Hüttenschließungen verloren seit den 90er Jahren zehntausende Arbeiter ihre Jobs. Heute ist Saint-Etienne immerhin noch "UNESCO City of Design"...

- Zwischen 1957 und 1981 holte Saint-Etienne zehn Meisterschaften, darunter zwischen 1967 und 1970 sogar vier Mal in Folge. Damit ist der Klub noch heute Rekordtitelträger in Frankreich vor den Größen PSG, Marseille und Lyon.

- Saint-Etiennes Fans gelten zusammen mit den Fans von Olympique Marseille als die stimmungsvollsten des Landes. Die ersten Ultra-Bewegungen Frankreichs wurden in Saint-Etienne bekannt, charakteristisch für die Gruppen "Magic Fans" oder "Green Angels", die im Stade Geoffroy-Guichard direkt hinter den Toren postiert sind, ist die Wellenbewegung des kompletten Blocks Richtung Zaun nach Toren der eigenen Mannschaft. In Anlehnung an die Ultra-Bewegung in Südamerika hat sich der Jubel bei ASSE manifestiert.

- Pierre-Emerick Aubameyang ist der letzte große Spieler, der ASSE verließ. Eigentlich war Bayer Leverkusen vor drei Jahren an ihm dran, dann war dem Werksklub aber die zweistellige Ablösesumme zu hoch. Borussia Dortmund sicherte sich das Schnäppchen für vergleichsweise preiswerte 13 Millionen Euro. Mittlerweile dürfte Aubameyangs Marktwert bei rund 50 Millionen Euro liegen.

- Nach ASSE beziehungsweise der Stadt ist übrigens auch eine englische Pop-Band benannt, die sich sinnigerweise "Saint-Etienne" nennt und Anfang der 90er Jahre gegründet wurde. In den Anfangsjahren der Edel-Pop-Band war übrigens "Massive Attack"-Stimme Shara Nelson Leadsängerin der Gruppe.

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