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München - Die Fußballerinnen des FC Bayern müssen sich aus der Champions League verabschieden. Nach einer dramatischen Schlussphase stehen sie mit leeren Händen da.

Drama ohne Happy End und mit am Ende ganz viel Frust bei den Verliererinnen:

Die Fußballerinnen des FC Bayern haben das Achtelfinale in der Champions League nach einem Thriller verpasst - und fühlen sich von der Unparteiischen klar benachteiligt.

Nach der 0:1-Niederlage gegen den FC Chelsea im Hinspiel kam die Mannschaft von Trainer Thomas Wörle im heimischen Grünwalder Stadion zu einem 2:1 (0:0)-Sieg, musste sich aber aufgrund der Auswärtstorregelung aus der Königsklasse verabschieden. 

Aus unter den Augen von Hoeneß

Vor den Augen von Klub-Präsident Uli Hoeneß drehten Fridolina Rolfö (76.) und Lucie Vonkova (83.) die Partie im Grünwalder Stadion, nachdem Fran Kirby (60.) die Londonerinnen in Führung geschossen hatte.

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Doch der nötige dritte Treffer wollte nicht fallen. Zudem übersah Schiedsrichterin Katalin Kulcsar (Ungarn) in der hitzigen Schlussphase unter anderem ein Handspiel von Millie Bright (88.) im Strafraum.

Wörle wütend auf Schiedsrichterin

Dazu kam ein Treffer von Simone Laudehr, der wegen eines vorausgegangen Offensiv-Fouls nicht gegeben wurde. "Wir sind betrogen worden. Uns wurde ein ganz klarer Handelfmeter verwehrt und ein reguläres Tor aberkannt. Wir sind alle todtraurig, denn wir waren in beiden Spielen die bessere Mannschaft", sagte Wörle nach dem Spiel. Für die Bayern-Frauen war dies nach dem 0:1 im Erstrunden-Hinspiel in London zu wenig. "Wenn man beide Spiele zusammen nimmt, dann hatten wir drei klare Fehlentscheidungen gegen uns. Das soll keine Ausrede sein. Aber das ist auf so einem hohen Niveau gegen einen starken Gegner einfach zu viel", sagte Wörle.

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Wörle, der sich deshalb an das ähnlich unglücklich verlaufende Königsklassen-Aus vor zwei Jahren gegen Twente Enschede erinnert fühlte, gab aber auch zu: "Wir hatten die Chancen, es selber zu entscheiden. Wir waren in beiden Spielen in der Offensive nicht konsequent genug."

Islacker vergibt Mega-Chance

Bayern hätte einen Sieg mit zwei Toren Unterschied benötigt - und legte entsprechend motiviert los. Trotz optischer Überlegenheit sprangen zu Beginn jedoch kaum nennenswerte Torchancen für die Heimmannschaft heraus. 

Bis zur 23. Minute: Nationalspielerin Islacker schoss den Ball nach einem Abpraller aus wenigen Metern über das leere Tor. In der Folge wurde Chelsea aktiver, mit einem torlosen Remis ging es in die Pause. 

In der 60. Spielminute fingen sich die weiterhin um Torgefahr bemühten Münchnerinnen dann den entscheidenden Konter. Kirby verwandelte nach einem langen Ball zur Führung. Rolfö gelang zwar noch der Ausgleichstreffer (75.), und nach dem zweiten Treffer durch Vonkova (82.) warf der FCB alles nach vorne - doch das dritte Tor wollte trotz guter Chancen nicht mehr fallen.

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