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Germany v Brazil - Women's International Friendly
Deutschland trifft bei der Frauen-EM zum Auftakt auf Schweden © Getty Images

Die Auswahl von Steffi Jones gewinnt den letzten Härtetest vor der EM. Trotz eines Patzers von Torhüterin Schult besiegen die Europameisterinnen Brasilien.

Die deutschen Fußballerinnen haben trotz eines Aussetzers von Torhüterin Almuth Schult eine erfolgreiche Generalprobe für die Mission EM-Titelverteidigung gefeiert.

13 Tage vor Turnierbeginn schöpften die Olympiasiegerinnen mit einem 3:1 (1:0) im Test gegen Brasilien Selbstvertrauen - für den neunten EM-Triumph muss Bundestrainerin Steffi Jones mit ihren Schützlingen allerdings noch an der Chancenverwertung arbeiten.

Vor 5469 Zuschauern in Sandhausen sorgten die Neulinge Linda Dallmann (30.) und Hasret Kayikci (65.) sowie die eingewechselte Leonie Maier (78.) für den verdienten Sieg des Rekord-Europameisters, der aber noch höher hätte ausfallen müssen.

Torhüterin Schult patzt

Allein im ersten Durchgang ließ der zweimalige Weltmeister ein halbes Dutzend gute Chancen aus. Zudem nutzte Ludmila (49.) eine völlig missglückte Dribbeleinlage von Schult zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

"Besser jetzt als im Turnier", sagte Schult nach dem Schlusspfiff in der ARD zu ihrem Patzer, betonte aber auch: "Die Mannschaft hat eine super Leistung gezeigt." Das sah grundsätzlich auch Jones so: "Wir haben unglaublich viele Chancen herausgespielt und auch nach dem 1:1 nicht den Faden verloren."

Gegen die Brasilianerinnen, die unter anderem ohne Superstar Marta auskommen mussten, setzte Jones in der Offensive auf kleine, wuselige Spielerinnen. Denn das könnte auch zum Auftakt gegen die defensiv kompakten Schwedinnen das Mittel zum Erfolg sein. "Wir wollen nicht mehr testen. Wir wollen toll mitspielen", hatte Jones vor dem Härtetest im dritten und letzten Lehrgang vor ihr ersten EM als Cheftrainerin angekündigt.

Bei hochsommerlichen Temperaturen waren der DFB-Auswahl die Strapazen der Vorbereitung zunächst nicht anzumerken. Die Deutschen diktierten das Geschehen in der ersten Hälfte und erspielten sich durch das von Jones geforderte Kombinationsspiel zahlreiche gute Chancen.

Dallmann bricht den Bann

Allein Kayikci ließ zwei Top-Gelegenheiten aus - einmal wurde ihr Kopfball nach einer Ecke auf der Linie geklärt (7.), einmal traf die Freiburgerin nach einem Konter den Pfosten (22.). Auch Kapitänin Dzsenifer Marozsan (4.) und Dallmann (20.) noch tollem Solo fehlte die Präzision. Erst die lauffreudige Dallmann brach nach einer halben Stunde den Bann.

Auch danach blieben die Gastgeberinnen am Drücker, Brasilien wurde in der eigenen Hälfte eingeschnürt. Bei den seltenen Vorstößen der Südamerikanerinnen schaltete die DFB-Auswahl schnell um. Zur zweiten Hälfte wechselte Jones, die letzte Woche das EM-Aus von Angreiferin Alexandra Popp verdauen musste, munter durch.

Dann schockte Schult nach einem harmlosen Rückpass ihre Mannschaft, die anschließend erstmals hinten ins Wackeln geriet. Doch mit ihrem ersten Länderspieltreffer sorgte Kayikci bei ihrem vierten DFB-Einsatz für die Wende.

Am Mittwoch nächster Woche wird es ernst. Dann bezieht das DFB-Team sein Teamcamp in Sint-Michielsgestel südlich von s'-Hertogenbosch. Bei der Endrunde (16. Juli bis 6. August) warten in der Vorrunde Schweden (17. Juli/Breda), Italien (21. Juli/Tilburg) und Russland (25. Juli/Utrecht) auf die Deutschen.

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