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Steffi Jones steht nach dem EM-Aus unter Druck
Steffi Jones steht nach dem EM-Aus unter Druck © Getty Images

Die Bundestrainerin will sich nach dem EM-Aus nicht aus der Verantwortung nehmen und spricht mit Reinhard Grindel. Zwei Kandidaten könnten die Nachfolge antreten.

Trotz des EM-Aus will Steffi Jones Bundestrainerin bleiben.

"Die Nacht war sehr kurz. Und natürlich ist die Enttäuschung noch nicht weg", sagte Jones nach der 1:2-Niederlage der DFB-Frauen im Viertelfinale gegen Dänemark.

"Es war eine bittere Lehrstunde, weil wir wirklich das Ziel hatten, hier weit zu kommen."

Telefonat mit Grindel

Dennoch wolle sie gerne den "Prozess" weiter vorantreiben, so Jones weiter. "Ich habe vollstes Verständnis dafür, dass man als DFB und Präsidium erst mal wissen möchte, warum und weshalb, wohin soll der Weg gehen und wie kommen wir wieder in die Erfolgsspur zurück."

Und weiter: "Ich nehme mich nicht aus der Verantwortung. Ich werde in mich gehen und tiefgründig analysieren, woran es gelegen hat und was wir besser machen müssen. Das werde ich aufzeigen und dann wird es weitergehen."

Nach einem ersten Telefonat mit Verbandsboss Reinhard Grindel werden weitere Gespräche folgen, denn der Vertrag der Bundestrainerin lief nur bis zur EM. Derzeit sieht es aber so aus, als ob Jones ihren Job bis zur WM 2019 weitermachen darf.

Meinert als Nachfolgerin?

Auch die Spielerinnen, die sich am Montag vom Teamhotel aus auf die Rückreise machten, sprachen sich bisher für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit aus. "Wir arbeiten seit September sehr gut mit ihr zusammen. Es hat super harmoniert. Wir stehen total hinter ihr", sagte Sara Däbritz im ZDF.

Mögliche Nachfolgekandidatin wäre U-20-Nationaltrainerin Maren Meinert, die mit dem Nachwuchs 2010 und 2014 den WM-Titel gewann. Auch Wolfsburgs Meistercoach Ralf Kellermann, der seit dieser Saison Sportdirektor der VfL-Frauen ist, wäre eine Alternative.

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