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Nadine Angerer gewann mit den  Portland Thorns gegen Washington
Nadine Angerer gewann mit den Portland Thorns gegen Washington © getty

Weltfußballerin Nadine Angerer sieht dem WM-Qualifikationsspiel der deutschen Nationalmannschaft am 13. September in Russland wegen des Ukraine-Konflikts mit großen Sorgen entgegen.

"Ich habe ein mulmiges Gefühl aufgrund der politischen Lage", sagte die deutsche Spielführerin: "Moskau ist ja schön und gut, aber ich fliege da jetzt gerade nicht gerne hin."

Kein gutes Gefühl hat Angerer auch mit Blick auf den Kunstrasen im WM-Spielort Vancouver.

Dass auf diesem Untergrund bei der Endrunde im kommenden Jahr (6. Juni bis 5. Juli) gespielt werden soll, ist für die Torhüterin eine "Frechheit".

Angerer übte deshalb erneut heftige Kritik am Weltverband FIFA.

"Der Platz ist ein Schuhabstreifer. Ich weiß nicht, was sich die FIFA dabei denkt, solche Plätze abzunehmen. Da fühlt man sich nicht ernst genommen", äußerte die 35-Jährige.

Vor ein paar Wochen hatten Angerer und rund 40 andere Top-Spielerinnen der FIFA sowie dem kanadischen Verband sogar mit einer Klage gedroht.

Dabei bezeichneten sie das "zweitklassige" Geläuf als "diskriminierend und illegal" für Weltklasse-Athletinnen.

Die Wahl des Kunstrasens verletze Menschenrechte und fördere die Gefahr von Blessuren, hieß es in einem vierseitigen Protestschreiben weiter.

Mit Blick auf ihre Zukunft verriet Angerer, dass sie in den kommenden Wochen ihren künftigen Arbeitgeber bekannt geben werde.

Zuletzt stand die Welt- und Europameisterin bei den Portland Thorns in der US-Profiliga NWSL unter Vertrag.

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