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Trainer Colin Bell ist seit 2013 in Frankfurt

Zu viele Spiele, zu wenig Regeneration: Trainer Colin Bell (53) vom Bundesligisten 1. FFC Frankfurt hat die gestiegene Belastung im Frauenfußball kritisiert und dabei auch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) zu mehr Fingerspitzengefühl aufgefordert.

"Der deutsche Frauenfußball definiert sich über eine starke Nationalmannschaft", gab Bell in der "Frankfurter Rundschau" zwar zu, fragte mit Blick auf die jüngsten Testpartien aber: "Müssen es denn unbedingt zwei Länderspiele sein?"

Die DFB-Auswahl hatte am vergangenen Samstag und Mittwoch zwei Vorbereitungsspiele für die WM im kommenden Jahr in Kanada absolviert. Ein erfolgreiches Abschneiden bei diesem Höhepunkt sieht Bell eben wegen der zahlreichen Spiele in Gefahr.

"Die physische und psychische Belastung ist zu groß geworden. Und eigentlich wollen wir doch alle, dass die besten Fußballerinnen topfit zur WM fahren", sagte der Engländer.

Bis Weihnachten, rechnete Bell vor, bestreiten seine Auswahlspielerinnen Dzsenifer Marozsan, Simone Laudehr und Celia Sasic nur mit dem FFC 24 Begegnungen.

"Die Partien sind deutlich athletischer geworden", stellte Bell klar, der mit den Hessen in der Champions League auch noch nach Kasachstan reisen musste. Die logische Konsequenz: "Da kann die Mischung aus Belastung und Regeneration nicht mehr stimmen", klagte Bell.

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