vergrößernverkleinern
Abby Wambach im Trikot der Frauen-Auswahl der USA
Viele Frauen-Stars um Abby Wambach wehren sich gegen eine WM auf Kunstrasen © getty

Die rebellierenden Frauen-Stars haben ihre Klage gegen den Fußball-Weltverband FIFA im Streit um den Kunstrasen bei der WM-Endrunde in Kanada (6. Juni bis 5. Juli) zurückgezogen.

"Unsere rechtlichen Schritte sind eingestellt", sagte US-Starspielerin Abby Wambach am Mittwoch. Damit wird erstmals ein großes Turnier auf Kunstrasen ausgetragen.

Wambach war eine von rund 50 Spielerinnen aus zwölf Ländern, die gegen die ihrer Meinung nach "diskriminierende" FIFA-Entscheidung in Toronto Klage gegen den Weltverband und den ausrichtenden kanadischen Verband CSA eingereicht hatten.

Auch die deutsche Torhüterin Nadine Angerer hatte zuletzt gegen den "gesundheitsgefährdenden, zweitklassigen" Untergrund protestiert.

Laut Anwalt Hampton Dellinger sei die Entscheidung für einen Rückzug der Klage "im Sinne des Sports" getroffen worden.

Die FIFA begrüßte die Entscheidung. "Wir alle können uns nun ganz auf das Turnier konzentrieren. Wir sind absolut davon überzeugt, dass wir die bestmögliche Spielfläche zur Verfügung stellen werden, um ein großartiges Fußball-Spektakel zu genießen", sagte Generalsekretär Jerome Valcke.

Zuletzt war über einen Kompromiss spekuliert worden, wonach die Halbfinals, das Spiel um Platz drei und das Endspiel auf Naturrasen stattfinden.

Dazu wird es jedoch nicht kommen: Im Finalstadion in Vancouver soll nun lediglich ein neuer Kunstrasen verlegt werden.

Wambach forderte in ihrer Stellungnahme erneut einen verstärkten Kampf für Gleichberechtigung im Sport. "Ich hoffe, dass die Bereitschaft der Spielerinnen, gegen unterschiedliche Beläge vorzugehen, der Beginn eines noch größeren Engagements ist", sagte Wambach.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel