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FBL-POR-ALGARVE-CUP-SWE-GER
Anja Mittag (l.) feiert mit Lena Petermann ihren Treffer zum 1:0 © Getty Images

Revanche gelungen, kleines Finale gewonnen: Die deutschen Fußballerinnen haben zum Abschluss des 22. Algarve Cups mit einem Prestigeerfolg weiteres Selbstvertrauen für die Mission "Dritter Stern" getankt.

Die Europameisterinnen besiegten Schweden eine Woche nach dem 2:4-Fehlstart im Gruppenduell mit 2:1 (1:0) und trösteten sich nach der verpassten Titelverteidigung bei der Mini-WM knapp drei Monate vor der Endrunde in Kanada (6. Juni bis 5. Juli) mit Rang drei.

Die Wahlschwedin Anja Mittag (3.) und die zur Halbzeit eingewechselte Alexandra Popp (52.) erzielten in einer munteren Partie die Treffer für den zweimaligen Weltmeister, der im vierten Spiel binnen acht Tagen nur teilweise an die überzeugenden Leistungen aus dem 3:1 zwei Tage zuvor gegen Brasilien anknüpfte. Für Schweden traf Sofia Jakobsson (64.).

Bei traumhaftem Wetter begann Deutschland wie in der Vorwoche, als das DFB-Team nach einem Blitzstart nach drei Minuten bereits 2: 0 führte, äußerst lauffreudig und druckvoll.

Keine drei Minuten waren vor 813 Zuschauern im Estadio Bela Vista gespielt, als Mittag einen von Sara Däbritz eingeleiteten Angriff über die linke Seite erfolgreich abschloss. Die Angreiferin des schwedischen Meisters FC Rosengard vergab jedoch aus kurzer Distanz die größte Chance der ersten Hälfte zum 2:0 (35.).

Bei den Feldspielerinnen hatte Neid wie angekündigt munter durchgewechselt und die Startformation nach dem intensiven Brasilien-Spiel auf sechs Positionen verändert, um die Belastung für einzelne Kräfte nicht zu groß werden zu lassen.

Im deutschen Tor wurde Nadine Angerer wie in den vergangenen beiden Spielen von Almuth Schult vertreten, da die etatmäßige Kapitänin nach einem grippalen Infekt noch nicht wieder fit war.

Nachdem vor der Pause bereits Rechtsverteidigerin Kathrin Hendrich (40.) wegen Oberschenkelproblemen durch Jennifer Cramer ersetzt werden musste, brachte Neid für den zweiten Durchgang frische Offensivkräfte. "Superjoker" Popp unterstrich mit ihrem dritten Turniertreffer ihre gute Form.

Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten, und die DFB-Auswahl hatte Pech, als Schiedsrichterin Qin Liang (China) nach einem Rempler von Therese Sjögran im Strafraum gegen Popp nicht auf Elfmeter entschied (72.).

Für die Spielerinnen wird es unmittelbar nach der Heimreise wieder in ihren Vereinen ernst, die WM-Vorbereitung geht im April weiter. Viel Zeit für die WM-Vorbereitung hat die DFB-Auswahl nicht mehr.

Vor der Abreise nach Nordamerika am 31. Mai stehen im April und Mai noch zwei Lehrgänge und zwei Testspiele auf dem Programm. Dabei trifft Deutschland unter anderem am 8. April in Fürth auf Brasilien.

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