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1. FFC Frankfurt v  Bristol Academy WFC - UEFA Women's Champions League
Die Frankfurterinnen dominierten über die Maßen das Hinspiel gegen Bröndby IF im Champions-League-Halbfinale © Getty Images

Der 1. FFC Frankfurt steht dank einer Torgala mit einem Bein im Heim-Finale der Champions League. Titelverteidiger VfL Wolfsburg droht hingegen das Aus.

Die Fußballerinnen des 1. FFC Frankfurt sind in der Champions League dank der überragenden Celia Sasic auf dem Weg ins Heim-Finale nach Berlin, Titelverteidiger VfL Wolfsburg droht hingegen auf der Strecke zu bleiben.

Während Frankfurt am Sonntag das Halbfinal-Hinspiel gegen den dänischen Vizemeister Bröndby IF mit einer Galavorstellung 7:0 (4:0) gewann, hatte den Wölfinnen auf dem Weg zur erfolgreichen Titelverteidigung beim 0:2 (0:2) am Samstag gegen den französischen Spitzenklub Paris Saint-Germain der Biss gefehlt.

"Ich denke, wir haben genug Tore gemacht", sagte Sasic, die das Rückspiel des siebenmaligen deutschen Meisters am 25. April (12.00 Uhr) in Dänemark fast im Alleingang zur Formsache gemacht hatte, bei Eurosport: "Wir haben ein super Spiel gemacht und sind dem Titel ein Stück näher gekommen.

Aber wir wollen im Rückspiel noch einmal Gas geben."

Die Nationalspielerin wurde nach ihren Treffern (10./Elfmeter und 32./62./69.) bei ihrer Auswechslung im Stadion am Brentanobad mit Standing Ovations gefeiert.

Außerdem trafen Bröndbys Rikke Sevecke per Eigentor (28.) sowie die Nationalspielerinnen Dzsenifer Marozsan (41.) und Simone Laudehr (46.) gegen die völlig überforderten Däninnen.

Dem 1. FFC winkt im Endspiel im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark am 14. Mai der vierte Triumph in der Königsklasse - wohl aber nicht in einem rein deutschen Finale.

"Ich bin sehr enttäuscht - nicht nur über das Ergebnis, sondern auch über die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind", sagte Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann nach der Pleite des deutschen Meisters: "Das war nicht unser wahres Gesicht. Uns hat alles gefehlt, was uns ausmacht und stark macht. Viel zu viele Spielerinnen haben unter ihrer Normalform gespielt."

Im Rückspiel am 26. April (18.00) in Paris muss vieles besser werden.

Sabrina Delannoy (12.) per Foulelfmeter und Shirley Cruz (26.) besiegelten die erste Pleite des zuvor in 24 Königsklassen-Spielen unbezwungenen zweimaligen Champions.

"Wir haben Paris stark gemacht, weil wir gar nicht im Spiel waren", sagte Nationalspielerin Alexandra Popp: "So ist die Niederlage verdient. Wir müssen aggressiver sein, wir haben gefühlt jeden Zweikampf verloren."

Dem PSG-Team, bei dem aus einem deutschen Quintett einzig Innenverteidigerin Annike Krahn in der Startelf stand und Kheira Hamraou in der 87. Minute die Rote Karte sah, winkt der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Noch haben die "Wölfinnen" aber nicht aufgegeben.

"Natürlich haben wir noch Hoffnung", sagte Kellermann: "Wir werfen nicht die Flinte ins Korn. Wir werden volles Risiko gehen und ich bin zuversichtlich, dass wir noch eine Chance haben - aber die Ausgangslage ist unglücklich."

Popp äußerte nach der "total unnötigen" Niederlage: "Wir haben in den letzten Jahren immer wieder bewiesen, dass wir zurückkommen können. Wir geben natürlich nicht auf. Paris ist definitiv zu schlagen."

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