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Celia Sasic (2.v.r.) erzielt den ersten Treffer für das DFB-Team
Celia Sasic (2.v.r.) erzielt den ersten Treffer für das DFB-Team © Getty Images

Trotz großer Personalsorgen setzt sich die Mannschaft von Bundestrainerin Silvia Neid im vorletzten Testspiel vor der WM nach schwachem Beginn gegen die Selecao durch.

Trainerwechsel hin, Verletzungsmisere her: Die deutschen Frauen haben die Aufregungen der vergangenen Tage hervorragend verkraftet und sind 59 Tage vor WM-Beginn bereit für die Mission "Dritter Stern".

Der zweimalige Welt- und achtmalige Europameister setzte sich im vorletzten Härtetest vor der Endrunde in Kanada (6. Juni bis 5. Juli) mit 4:0 (2:0) gegen Brasilien durch.

"Ich bin ganz schön verliebt in meine Mannschaft. Sie hat das, was wir uns vorgenommen haben, hervorragend umgesetzt", sagte Bundestrainerin Silvia Neid: "Wir haben 15 Minuten gebraucht. Nach dem 1:0 war unser Spiel nach vorne flüssig und effektiv."

Celia Sasic (26.) per Foulelfmeter, Simone Laudehr (35.), Melanie Leupolz (60.) und Dzsenifer Marozsan (86.) trafen für die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), die inklusive der langzeitverletzten Weltfußballerin Nadine Keßler ohne 13 (!) Spielerinnen auskommen musste.

Neben den Verletzungsproblemen wurde das Team durch die Negativ-Schlagzeilen rund um den Wechsel auf der Trainerbank (Novizin Steffi Jones löst im nächsten Jahr Neid ab) belastet.

"Es tut mir ein bisschen leid für die Steffi, dass man sie nicht einfach mal anfangen lässt und dann darüber diskutiert, ob sie die Richtige ist, sondern dass sie von vornherein jetzt gar keine Chance bekommt", sagte Neid vor dem Anpfiff: "Das stört mich."

Die 15.043 Zuschauer in Fürth sahen eine schwache Anfangsphase der Gastgeber, die erstmals in den neuen WM-Trikots aufgelaufen waren.

Die Deutschen, die erst vor einem Monat den Weltranglistensiebten um die fünfmalige Weltfußballerin Marta mit 3:1 beim Algarve Cup geschlagen hatten, hätten nach zehn Minuten bereits in Rückstand liegen können.

Nach einer Viertelstunde wurde die Neid-Elf besser. Die Leistungssteigerung wurde prompt belohnt. Nach einem Foul an Laudehr traf Torjägerin Sasic vom Elfmeterpunkt zum 57. Mal im deutschen Dress.

Nur wenige Sekunden später vergab Christiane auf der Gegenseite die Chance zum Ausgleich. Kurz darauf konnte Sasic die große Möglichkeit zum zweiten Treffer nicht nutzen (30.).

Laudehr machte es dann besser. Auch danach gab noch weitere gute Chancen für das DFB-Team.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs vergab Alexandra Popp per Kopf (48). Leupolz sorgte dafür, dass sich die klare Überlegenheit der Gastgeber auch auf der Anzeigentafel widerspiegelte, Marozsan sorgte für den Endstand.

Nach dem Spiel gegen Brasilien geht es in den Saisonendspurt, ehe das finale WM-Trainingslager am 18. Mai in der Schweiz beginnt.

Am 24. Mai muss Neid ihren Kader nominieren, drei Tage später steht die Generalprobe auf dem WM-Belag Kunstrasen gegen die Schweiz an. Am 31. Mai fliegt der DFB-Tross nach Kanada.

Bei der ersten Endrunde mit 24 Teams treffen die Deutschen, die bei der zurückliegenden Heim-WM vor vier Jahren im Viertelfinale gegen den späteren Weltmeister Japan gescheitert waren, in der Vorrunde auf die Elfenbeinküste (7. Juni), Norwegen (11. Juni) und Thailand (15. Juni).

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