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Dzsenifer Marozsan (r.) traf doppelt für Deutschland
Dzsenifer Marozsan (r.) traf doppelt für Deutschland © Getty Images

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft gewinnt den letzten Test vor der WM in Kanada. Beim Sieg in der Schweiz trifft eine eingewechselte Spielerin gleich doppelt.

Die deutschen Fußballerinnen haben vor der Titel-Mission in Kanada noch ein letztes Mal Selbstvertrauen getankt.

Die Auswahl von Bundestrainerin Silvia Neid gewann in der Schweiz dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte 3:1 (0:1) und feierte elf Tage vor dem WM-Auftaktspiel gegen die Elfenbeinküste eine erfolgreiche Generalprobe für die Endrunde in Nordamerika (6. Juni bis 5. Juli).

Simone Laudehr (59.) und ein Doppelpack von Joker Dzsenifer Marozsan (64./75.) sorgten nach dem Blitz-Rückstand durch Ana-Maria Crnogorcevic (2.) in Baden für den Sieg im wichtigen Testlauf auf dem Kunstrasen-Belag, auf dem auch bei der WM gespielt wird.

Deutschland zunächst ratlos

Die 23 Spielerinnen haben nun bis zum Abflug am Sonntagmittag von Frankfurt nach Ottawa noch einmal Zeit zum Durchschnaufen, ehe sie es in der WM-Gruppe B außerdem mit Norwegen (11. Juni) und Thailand (15. Juni) zu tun bekommen.

Vor 4200 Zuschauern im beschaulichen Esp-Stadion wurde die deutsche Mannschaft nach einer kurz ausgeführten Ecke gleich kalt erwischt, als die Frankfurterin Crnogorcevic nach Zuspiel von Martina Moser die völlig unaufmerksame Deckung am langen Pfosten aus kurzer Distanz bestrafte.

Mit neun Tagen WM-Vorbereitung in Feusisberg am Südufer des Zürichsees in den Knochen wirkten die Deutschen gegen die giftigen Gastgeberinnen zunächst ratlos und überzeugten erst nach zahlreichen Umstellungen nach der Pause.

Bartusiak von Beginn an

Nur eine Chance durch Anja Mittag (8.) erspielte die DFB-Auswahl im ersten Durchgang, ansonsten hatte der Weltranglistenerste auf dem Kunstrasen große Schwierigkeiten im Spielaufbau und versuchte sein Glück immer wieder vergeblich mit Schüssen aus der Distanz.

In der Innenverteidigung durfte Saskia Bartusiak dabei zehn Monate nach ihrem Kreuzbandriss von Beginn an mitwirken. Die 31-Jährige konnte in ihrem ersten Länderspiel seit 18 Monaten aber noch nicht an ihre alte Stärke anknüpfen.

Die ambitionierten Schweizerinnen, die sich unter der deutschen Ex-Nationalspielerin Martina Voss-Tecklenburg erstmals für die WM qualifiziert hatten, spielten derweil mit acht Bundesliga-Legionärinnen in der Startelf mutig auf.

Nach dem Seitenwechsel wechselte die unzufriedene Bundestrainerin gleich drei Mal, was das deutsche Spiel spürbar belebte. Besonders Spielmacherin Marozsan in der Offensive und Melanie Behringer im zentralen Mittelfeld setzten Akzente. Der Ausgleich durch Laudehr, die nach einem Abpraller nach einer Ecke aus 15 Metern abzog, und die Entscheidung durch die glänzend aufgelegte Marozsan waren entsprechend verdient.

Auffälligste Spielerinnen der deutschen Mannschaft waren Marozsan und Behringer, bei der Schweiz überzeugten Ramona Bachmann und Crnogorcevic.

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