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Deutschland erreicht souverän das Achtelfinale der WM in Kanada © Getty Images

Die deutschen Frauen geben sich mit runderneuerter Aufstellung im letzten Gruppenspiel gegen Thailand keine Blöße und siegen souverän. Dadurch ist Platz 1 gesichert.

Die deutschen Fußballerinnen sind mit einer runderneuerten Startelf als Gruppensieger ins WM-Achtelfinale gestürmt. Die auf sieben Positionen veränderte Auswahl von Bundestrainerin Silvia Neid besiegte im letzten Vorrundenspiel Thailand 4:0 (1:0) und verteidigte bei ihrer Titel-Mission in Kanada erfolgreich Platz eins in der Gruppe B vor den punktgleichen Norwegerinnen, die 3:1 gegen die Elfenbeinküste gewannen.

"Wir haben die Pflichtaufgabe erfüllt und freuen uns über den Gruppensieg. In der ersten Halbzeit haben wir es einfach nicht geschafft, den Ball schnell laufen zu lassen, wir waren viel zu
umständlich. Die Abschlussschwäche macht mir sehr viel Sorge, das muss ganz klar verbessert werden", sagte Neid im ZDF.

Die eingewechselte Lena Petermann (56./58.) per Doppelpack, Melanie Leupolz (24.) und Sara Däbritz (73.) erzielten in Winnipeg die Tore für den zweimaligen Welt- und achtmaligen Europameister, der in der ersten K.o.-Runde am Samstag in Ottawa auf einen Gruppendritten der Staffeln A, C oder D trifft. Die Zuteilung entscheidet sich erst, wenn die vier besten Gruppendritten für die Runde der letzten 16 feststehen.

"Ich wollte mich unbedingt beweisen. Besser hätte es nicht laufen können", sagte Petermann. "Wir haben das ganz gut runtergespielt."

Sieben Änderungen in der Start-Elf

Neben den beiden angeschlagenen Stammkräften Simone Laudehr (Bauchmuskelzerrung) und Alexandra Popp (Kniereizung) verschaffte Neid gegen den WM-Debütanten fünf weiteren Spielerinnen eine Verschnaufpause. Die 51-Jährige hatte schon vor dem Turnier angedeutet, bei der auf 24 Teams aufgestockten Kunstrasen-WM aufgrund des hohen Kräfteverschleißes nicht immer die gleiche Startelf aufbieten zu können.

Einzig Torhüterin Nadine Angerer, Innenverteidigerin Annike Krahn, Mittelfeldspielerin Dzsenifer Marozsan und Sturmspitze Celia Sasic verblieben in der Anfangsformation. Die uneingespielte Elf tat sich gegen die wuseligen und extrem defensiven Asiatinnen, Nummer 29 der Weltrangliste, zunächst schwer, zwingende Torchancen herauszuspielen. Stattdessen prüften die Deutschen die nur 1,70 Meter große Torfrau Waraporn Boonsing oft mit Distanzschüssen.

Ein Standard löst den Knoten

Auf der Gegenseite vergab Anootsara Maijarern (20.) nach einem Fehler von Krahn eine gute Konterchance, die Babett Peter entschärfte. Erst eine Standardsituation brach den Bann für die klar spielbestimmende deutsche Mannschaft: Eine Ecke ihrer Münchner Teamkollegin Melanie Behringer köpfte Leupolz ins Tor. Marozsan (45. ) verpasste aus kurzer Distanz frei vor dem Tor die beste Gelegenheit, die Führung noch vor der Pause auszubauen.

Größtes Manko des deutschen Teams im ersten Durchgang war die Chancenverwertung (19:2 Torschüsse). Mit der Hereinnahme von Stammkraft Anja Mittag und Youngster Petermann versprach sich Neid frischen Wind in der Offensive. Vor allem die U-20-Weltmeisterin Petermann zeigte sofort Präsenz, schoss bei ihrer ersten guten Chance nach starker Vorarbeit von Leupolz die thailändische Schlussfrau an (52.).

Doppelschlag von Petermann

Dann aber stellte die 1,76 Meter große Stürmerin ihre Durchschlagskraft mit einem Kopfball-Doppelschlag binnen zwei Minuten unter Beweis: Erst versenkte die 21-Jährige vom SC Freiburg eine Flanke von Rechtsverteidigerin Bianca Schmidt, dann einen weiteren Eckball von Spezialistin Behringer im Tor.

Neid konnte anschließend beruhigt auch die letzte zuvor noch nicht eingesetzte Feldspielerin ins Spiel bringen. Josephine Henning ersetzte Krahn in der nur bei Kontern geforderten Abwehrzentrale. Deutschland blieb gegen die auch körperlich nachlassenden Thailänderinnen im Vorwärtsgang. Nach einer Hereingabe von Mittag schob Däbritz eiskalt ein.

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